Bilanz 2005

EVO steigert operatives Ergebnis

Erfreuliche Bilanz im hessischen Rhein-Main-Gebiet: Die Energieversorgung Offenbach AG (EVO) hat ihre Kosten kräftig gesenkt und im vergangenen Geschäftsjahr einen deutlich höheren Gewinn erzielt. Der Jahresüberschuss stieg von 12,7 auf 26,3 Millionen Euro.

Stromzähler© Gina Sanders / Fotolia.com

Offenbach (red) - Darin enthalten ist allerdings ein einmaliger Effekt in Höhe von neun Millionen Euro durch den Verkauf der 3T Telekommunikationsgesellschaft mbH. Es ergibt sich ein bereinigter Jahresüberschuss von etwa 17,3 Millionen Euro, das entspricht einem Plus von 36 Prozent.

"Wir ernten jetzt die Früchte unserer Effizienzverbesserungen", kommentierte EVO-Vorstandschef Matthias Brückmann gestern bei der Vorstellung der Bilanz in Offenbach. Er verwies vor allem auf den optimierten Einkauf und die bessere Auslastung des Müllheizkraftwerks. Der EVO-Manager hatte dem Versorger nach seiner Amtsübernahme vor zwei Jahren einen grundlegenden Umbau verordnet und dabei die Effektivität des Unternehmens deutlich gesteigert.

Die Umsatzerlöse der EVO haben sich nach Worten von Brückmann um 7,5 Prozent auf rund 277 Millionen Euro erhöht. Die Bilanzsumme bezifferte er auf 337 Millionen Euro (plus 5,6 Prozent). Der Umsatz der gesamten EVO-Gruppe beträgt mehr als 305 Millionen Euro. Die Aktionäre erhalten eine Dividende von 1,38 Euro je Aktie (Vorjahr 70 Cent). Mit dem Ergebnis zeigte sich Brückmann sehr zufrieden: Die EVO habe zahlreiche Geschäftsabläufe optimiert und die Führungsstruktur verbessert. Nicht zuletzt sei das Kostenbewusstsein auf allen Ebenen gestiegen. "Wir sind auf einem guten Weg - das ist an den Zahlen deutlich abzulesen."

Er ließ indes keinen Zweifel daran, dass die EVO ihre Gewinne nicht auf Kosten der Verbraucher erzielte: "Wir haben bewusst auf Margen verzichtet und gestiegene Einkaufspreise nicht voll auf die Kunden abgewälzt. In den vergangenen drei Jahren lagen unsere Tariferhöhungen beim Strom jeweils unter dem Anstieg unserer Bezugskosten."