Fit für die Zukunft

EVO ordnet Technik-Sparte neu

Der Offenbacher Energieversorger EVO will sich künftig auf sein Kerngeschäft konzentrieren: Montagearbeiten wie etwa das Verlegen von Kabeln oder Rohren erledigen künftig Auftragsfirmen. Mit der Neuorganisation sollen zudem rascher Entscheidungen getroffen und überflüssige Arbeiten vermieden werden. Dafür werden etwa 80 Stellen abgebaut.

Stromnetz Ausbau© Gina Sanders / Fotolia.com

Auf die Herausforderungen des liberalisierten Strommarkts hat die Energieversorgung Offenbach AG (EVO) mit einer Neuorganisation ihrer technischen Abteilungen reagiert. Damit will das Unternehmen seine Wirtschaftskraft stärken und die Existenz des traditionsreichen Betriebs mit seinen rund 830 Beschäftigten sichern. Nach Darstellung des zuständigen Vorstands Dr. Kurt Hunsänger sollen Arbeitsabläufe gestrafft und Kosten erheblich reduziert werden. "Trotzdem wird es bei der EVO keine Entlassungen geben", versprach Hunsänger.

Wie Hunsänger weiter ausführte, hat die Unternehmensleitung das neue Konzept gemeinsam mit Betriebsrat und Belegschaft entwickelt. Demnach will sich die EVO auf ihr Kerngeschäft konzentrieren: Montagearbeiten wie etwa das Verlegen von Kabeln oder Rohren erledigen künftig Auftragsfirmen. Mit der Neuorganisation sollen zudem rascher Entscheidungen getroffen und überflüssige Arbeiten vermieden werden. "Wir gehen jetzt kürzere Wege."

Die damit verbundenen Rationalisierungseffekte sind immens: Laut Hunsänger baut die EVO in den nächsten Jahren etwa 80 Stellen ab. Der Personalabbau soll allerdings über das Altersteilzeit-Modell erfolgen, bei dem die Beschäftigten vorzeitig in den Ruhestand wechseln. Für Arbeitnehmer, deren Stelle bereits jetzt mit dem neuen Organisationsplan wegfällt, richtet die EVO für eine Übergangszeit ein "Technisches Projektteam" ein. Dieses Team übernimmt überwiegend Arbeiten, die bisher von Fremdfirmen erledigt worden sind.

Wachsen will das Unternehmen mit sogenannten Contracting-Modellen für Industrie und kommunale Verwaltungen. Dazu soll die Trinkwasser- und Abwassersparte erweitert werden.