Entscheidung des Bundeskartellamts

EVO: Entscheidung zum Wohl aller Kunden

In einer ersten Reaktion auf die Entscheidung des Bundeskartellamts hat die Energieversorgung Offenbach den "wichtigen Schritt auf dem Weg zu mehr Wettbewerb" begrüßt. Sie habe Bedeutung für ganz Deutschland und stärke die Position der Stromkunden. Jetzt hofft das Unternehmen auf eine geregelte Zusammenarbeit mit der Mainova.

Stromtarife© Andre Bonn / Fotolia.com

Das Bundeskartellamt in Bonn hat eine Missbrauchsverfügung gegen die Mainova AG im Rechtsstreit mit der Energieversorgung Offenbach AG (EVO) erlassen. Die Mainova muss dem jetzt veröffentlichten Beschluss zufolge ihre Netze für andere Energieversorger öffnen. Laut Bundeskartellamt hat der Regionalversorger aus Frankfurt seine lokale Monopolstellung missbraucht und somit den Wettbewerb verhindert.

Der neue EVO-Vorstandsvorsitzende Matthias Brückmann wertete den Beschluss als "wichtigen Schritt auf dem Weg zu mehr Wettbewerb" auf dem Strommarkt. Das Urteil habe Bedeutung für ganz Deutschland und stärke die Position der Stromkunden. Nach Einschätzung des EVO-Vorstandschefs ist die Entscheidung nachvollziehbar und eindeutig. Er hofft, dass es jetzt zu einer geregelten Zusammenarbeit mit der Mainova zum Wohl aller Kunden kommt.

Die EVO wollte auf Wunsch eines Bauherrn ein neu errichtetes Wohn- und Geschäftsgebäude in Frankfurt mit Strom versorgen und auf dem Areal eine Umspannstation errichten. Die Mainova aber verweigerte der Konkurrenz aus Offenbach den notwendigen Zugang zu ihrem Mittelspannungsnetz.