Ab 2005

EV Halle modernisiert Fernwärme-Kraftwerk

Für knapp 70 Millionen Euro modernisiert der hallesche Energieversorger EVH sein Fernwärme-Kraftwerk in der Dieselstraße bis 2005. Dazu werden zwei Kraftwerksblöcke als Gas- und Dampfturbinenkraftwerk neugebaut, die alten Anlagen werden zum überwiegenden Teil abgerissen.

Netzausbau© Günter Menzl / Fotolia.com

Halle (red) - Der Energieversorger EVH GmbH aus Halle hat den Grundstein für ein neues Fernwärme-Kraftwerk gelegt. Im Jahr 2005 werden die Anlagen fertig gestellt sein und dann das 1972 in Betrieb genommene alte Kraftwerk Dieselstraße ablösen. Das Investitionsvolumen beträgt 70 Millionen Euro.

Etwa die Hälfte der halleschen Wohnungen wird mit Fernwärme beheizt. Sie entsteht in umweltschonender Kraft-Wärme-Kopplung bisher in den beiden Kraftwerken in Halle-Trotha und in der Dieselstraße auf der Basis von Erdgas, erklärt der Vorsitzende der EVH-Geschäftsführung, Berthold Müller-Urlaub. Die Anlagen in der Dieselstraße können maximal bis zum Jahre 2005 weiter betrieben werden. Obwohl der Bevölkerungsrückgang vor allem die traditionellen Fernwärmegebiete betreffe, benötige die EVH eine flexible Anlage zur Wärmeversorgung. "Günstigste Alternative", so der Technische Geschäftsführer der EVH GmbH, Dr. Matthias Krause, "ist eine grundlegende Modernisierung des Standortes Dieselstraße, die den Neubau von zwei Kraftwerksblöcken als Gas- und Dampfturbinenkraftwerk einschließt. Die alten Anlagen werden zum überwiegenden Teil abgerissen."

Ab 2005 werden in den Kraftwerken Halle-Trotha und Dieselstraße noch 75 Mitarbeiter beschäftigt sein. Bisher sind in den Anlagen 125 Fachleute tätig. Es ist vorgesehen, den Personalabbau sozial verträglich durchzuführen unter anderem durch Vorruhestandsregelungen, Teilzeitarbeit und Qualifizierung für neue Tätigkeiten im Stadtwerke-Konzern.