Statistik

Eurostat: Strompreise in EU um fast fünf Prozent gestiegen

Private Haushalte in der EU haben nach Erhebungen von Eurostat im vergangenen Jahr durchschnittlich 4,6 Prozent mehr für Strom gezahlt. Bei gewerblichen Verbrauchern betrug der Anstieg 15,5 Prozent. In der Deutschland lag der Anstieg weit unter dem Durchschnitt.

Stromtarife© Andre Bonn / Fotolia.com

Brüssel/Berlin (red) - Nach einer von Eurostat, dem Statistischen Amt der Europäischen Gemeinschaften, veröffentlichten Studie fielen die Preissteigerungen in den einzelnen Mitgliedstaaten sehr unterschiedlich aus. Für private Haushalte waren die höchsten Preisanstiege in Zypern (plus 31,4 Prozent), Malta (plus 23,3 Prozent) und dem Vereinigten Königreich (plus 14,2 Prozent) zu verzeichnen, während die Preise in Lettland und Litauen stabil blieben und in Belgien (minus 2,6 Prozent) und Österreich (minus 5,2 Prozent) sanken. In Deutschland nahm der Preis für Strom in privaten Haushalten durchschnittlich um 2,6 Prozent zu, in der Industrie um 10,1 Prozent.

In absoluten Zahlen waren die Strompreise für private Haushalte im Januar 2006 am höchsten in Dänemark (23,62 Euro pro 100 Kilowattstunde), gefolgt von Italien (21,08), den Niederlanden (20,87) und Deutschland (18,32). Die niedrigsten Preise wurden in Griechenland (7,01), Litauen (7,18), Estland (7,31) und Lettland (8,29) beobachtet.

Die Preise für die Industrie legten zwischen Januar 2005 und Januar 2006 in Zypern (plus 38,4 Prozent), dem Vereinigten Königreich (plus 36,2 Prozent), Schweden (plus 30,5 Prozent) und Belgien (plus 25,0 Prozent) um über ein Viertel zu, während sie in Frankreich, Lettland, Litauen und Malta unverändert blieben und in Finnland (minus 1,7 Prozent) und der Slowakei (minus 18,8 Prozent) rückläufig waren. In Deutschland stiegen die Preise um 10,1 Prozent.

Untersucht wurde der Zeitraum zwischen Januar 2005 und 2006.

Weiterführende Links
  • Die Euro-Statistik im Einzelnen