Neue Studie

Eurosolar: Neue Kohle- und Gaskraftwerke überflüssig

Die Studie untersucht die Entwicklung bei den erneuerbaren Energien in den nächsten 15 Jahre. Sie wurde mit den wegfallenden alten Kraftwerksblöcken verglichen. Ergebnis: Wind-, Sonnen- und Bioenergie sowie Erdwärme können sämtliche Atom-, Kohle- und Gaskraftwerke ersetzen, die bis 2020 wegfallen.

Stromzähler© Gina Sanders / Fotolia.com

Bonn (red)- Die alten Atom-, Kohle- und Gaskraftwerke lassen sich vollständig durch erneuerbare Energien ersetzen. Das ist das Ergebnis einer Studie des Institute for Sustainable Solutions and Innovations (ISUSI), die im Auftrag der europäischen Solarorganisation Eurosolar erstellt wurde.

Die Studie untersucht die Entwicklung bei den erneuerbaren Energien in den nächsten 15 Jahre. Sie wurde mit den wegfallenden alten Kraftwerksblöcken verglichen. Ergebnis: Wind-, Sonnen- und Bioenergie sowie Erdwärme können sämtliche Atom-, Kohle- und Gaskraftwerke ersetzen, die bis 2020 wegfallen.

"Bis 2020 können etwa 62 Gigawatt neue Erzeugungsleistung aus erneuerbaren Energien bereitgestellt werden. Dabei handelt es sich um eine Minimalrechnung allein auf der Basis der Weiterentwicklung", erläuterten Hans-Josef Fell, Vorsitzender von Eurosolar Deutschland und Hermann Scheer, Präsident von Eurosolar bei der Vorstellung der Studie. Selbstverständlich sei in der Studie berücksichtigt worden, dass Wind- und Sonnenenergie nicht rund um die Uhr zur Verfügung stünden. Energiesparen eröffne sogar zusätzlich die Möglichkeit, über die absehbar wegfallenden Kraftwerke hinaus weitere zu ersetzen oder für den Export Ökostrom zu produzieren und so aktiv zusätzlich zum Klimaschutz beizutragen.

"Der unnötige Neubau von Gas- und vor allem Kohlekraftwerken würde hingegen über Jahrzehnte hinweg den Ausstoß von Klimagasen fortschreiben und den Zubau von erneuerbaren Energien blockieren", führten Fell und Scheer aus. Ihre Vereinigung fordert die Energiewirtschaft daher dazu auf, auf den Neubau von Gas- und Kohlekraftwerken zu verzichten und die Investitionen auf den weiteren Ausbau der erneuerbaren Energien und Einsparinvestitionen zu konzentrieren.