Transparenz

Europäische Kommission will mehr Wettbewerb im Energiebereich

Die EU-Kommission will den Wettbewerb auf den Energiemärkten weiterhin im Auge behalten und möglicherweise auch die staatlichen Beihilferegelungen vereinfachen. Gleichzeitig startete sie die Konsultation zum im März 2006 veröffentlichten neue Grünbuch zur Energiepolitik auf deutsch.

Strompreise© Gina Sanders / Fotolia.com

Brüssel (ddp.djn/sm) - Die Europäische Kommission will noch in diesem Jahr mehrere Gesetzesinitiativen für mehr Wettbewerb im Energiebereich sowie zur Vereinfachung der staatlichen Beihilferegeln starten. Wie EU-Wettbewerbskommissarin Neelie Kroes heute in Brüssel mitteilte, soll die Untersuchung des europäischen Energiemarktes mit einem Bericht zum Jahresende abgeschlossen werden.

Die Kommission werde aber auch schon vorher aktiv werden, wenn genügend Beweise vorlägen, dass "bestimmte Unternehmen den Wettbewerb beschränken", sagte Kroes. "Mehr Wettbewerb auf den Energiemärkten wird zu höherer Effizienz und verbesserter Versorgungssicherheit beitragen", erklärte sie weiter.

Transparenz sei notwendig, um das Vertrauen in die Branche zu festigen. Nur auf diese Weise könnten die für die nächsten Jahrzehnte erforderlichen "massiven Infrastrukturinvestitionen" getätigt werden. Im Februar hatte die EU-Kommissarin in ihrem Zwischenbericht festgestellt, dass der Wettbewerb im Strom- und Gassektor noch erhebliche Defizite aufweise.

Unterdessen hat die Kommission den Fragebogen zum im März veröffentlichten Grünbuch "Eine europäische Strategie für nachhaltige, wettbewerbsfähige und sichere Energie" auch auf deutsch veröffentlicht. Bis 24. September kann jeder Interessierte Stellung nehmen, anschließend wird die Kommission einige konkrete Maßnahmen vorschlagen.

Weiterführende Links
  • - Hier findet sich der dazugehörige Fragebogen in deutsch -
  • - Hier findet sich das Grünbuch -