Kooperationen weiter ausbauen

Europäische Energiebörse EEX weiter gewachsen

Die Europäische Energiebörse EEX ist im vergangenen Jahr weiter gewachsen. Der Umsatz stieg von 37,8 Millionen auf 39,8 Millionen Euro, wie das Unternehmen am Dienstag in Leipzig miteilte. Der Jahresüberschuss habe sich von 5,6 Millionen auf 8,3 Millionen Euro erhöht.

Stromnetz Ausbau© Gina Sanders / Fotolia.com

Leipzig (ddp.djn/sm) - Eine Dividende für die Aktionäre werde es aber nicht geben, sagte EEX-Vorstandschef Hans-Bernd Menzel. Zunächst müssten Verlustvorträge aus der Vergangenheit ausgeglichen werden, dies werde voraussichtlich bis 2009/2010 geschehen.

Haupterlösträger mit mehr als 90 Prozent ist laut EEX nach wie vor der Handel mit Strom. In diesem Segment habe die EEX im vergangenen Jahr rund 35 Millionen Euro an Handelsgebühren eingenommen. Allein am kurzfristigen Spotmarkt seien 124 Terawattstunden gehandelt worden. Das entspreche einem Viertel des gesamten deutschen Verbrauchs.

Im Gegensatz dazu zeigte sich der Handel mit CO2-Zertifikaten und Gas laut Menzel noch sehr schwach. In diesen Segmenten habe die Börse lediglich 332 000 Euro an Handelsentgelten eingenommen. Dies solle sich aber in den nächsten Jahren ändern, kündigte Menzel an. Der Stromanteil am Umsatz solle mittelfristig auf 70 Prozent sinken, der Anteil von Gas und CO2-Zertifikaten entsprechend steigen.

Mittelfristig soll die EEX stärkster Marktplatz für den Energie- und Zertifikatehandel in Europa werden. "Es muss Schluss sein mit der Kleinstaaterei", forderte Menzel. Um dieses Ziel zu erreichen, seien starke Partner nötig. "Und wer wachsen will, muss auch teilen können", sagte Menzel mit Blick auf die seit Ende 2007 bestehende Kooperation mit der französischen Energiebörse Powernext. Diese Zusammenarbeit werde ausgebaut, im Mai würden Einzelheiten dazu veröffentlicht.

An der EEX waren im vergangenen Jahr 191 Teilnehmer aus 20 Ländern angemeldet. Das entspreche einem Wachstum um 21 Prozent, sagte Menzel. Stärkster Markt sei nach wie vor Deutschland, gefolgt von Großbritannien und der Schweiz.