2521,3 Terawattstunden

Europäische Elektrizitätsstatistik 2002: Stromverbrauch in Mitgliedsstaaten rückläufig

Laut einer aktuellen Statistik von Eurostat nahm die Stromerzeugung in der EU von 2001 bis 2002 um 0,6 Prozent ab. Mehr Strom wurde allerdings in Dänemark (plus drei Prozent) und in den Niederlanden (plus 2,8 Prozent) erzeugt. Insbesondere in Schweden (minus 9,1 Prozent) und Spanien (minus 5,2 Prozent) nahm die Stromproduktion ab.

Netzausbau Ökostrom© Gina Sanders / Fotolia.com

Weitere Kennzahlen der Stromerzeugung in Europa: Die Erzeugung in herkömmlichen Wärmekraftwerken nahm um 2,7 Prozent zu und machte 53 Prozent der Gesamterzeugung aus. Die Erzeugung in Kernkraftwerken wurde um ein Prozent gesteigert und machte 33,8 Prozent der Gesamterzeugung aus. Die Erzeugung in Wasserkraftwerken nahm um 15,2 Prozent ab und machte 13,1 Prozent der Gesamterzeugung aus. Die Nettoeinfuhren der Europäischen Union betrugen im Jahr 2002 insgesamt 34,9 Terawattstunden, d. h. 1,4 Prozent der Erzeugung. Die erzeugte Energie der Europäischen Union fiel 2002 gegenüber 2001 um 0.7 Prozent auf 2521,3 Terawattstunden.

Gleichzeitig untersuchte Eurostat auch die Situation in den Beitritts- und den Kandidatenländern. Die Stromerzeugung in den beitretenden Ländern (Tschechische Republik, Zypern, Estland, Ungarn, Lettland, Litauen, Malta, Polen, Slowakei und Slowenien) nahm im Jahr 2002 im Vergleich zum Vorjahr um 0,4 Prozent zu, während sie in den Kandidatenländern (beitretende Länder plus Bulgarien, Rumänien und Türkei) um 2,1 Prozent stieg.

Weitere Kennzahlen zur Struktur der Stromerzeugung im Jahr 2002: Die Erzeugung der herkömmlichen Wärmekraftwerke ging in den beitretenden Ländern um 1,5 Prozent und in den Kandidatenländern um 1,6 Prozent zurück und machte damit 73,6 Prozent bzw. 70,1 Prozent der Gesamterzeugung aus. Die Stromerzeugung aus Kernenergie erhöhte sich in den beitretenden Ländern (plus 13,5 Prozent) und in den
Kandidatenländern (plus 10,6 Prozent), womit sich der Anteil an der Gesamterzeugung auf 21,2 Prozent bzw. 17 Prozent belief. Die Stromerzeugung aus Wasserkraft verringerte sich in den beitretenden Ländern um 16,1 Prozent und stieg in den Kandidatenländern um 13,6 Prozent und machte somit 5,2 bzw. 12,9 Prozent der Gesamterzeugung aus. Im Jahr 2002 beliefen sich die Nettoausfuhren der beitretenden Länder auf insgesamt 24,1 Terawattstunden, was 7,8 Prozent der Erzeugung entspricht. Bei den Kandidatenländern betrugen die Nettoausfuhren 30,1 Terawattstunden (5,8 Prozent der Erzeugung). Die erzeugte Energie in den beitretenden Ländern betrug 281,7 Terawattstunden, was im Vergleich zum Jahr 2001 einem Rückgang von 0,5 Prozent entspricht, und 490,6 Terawattstunden in den Kandidatenländern, was einen Zuwachs von 1,2 Prozent bedeutet.