Studie

EU wird Klimaziele wohl erreichen

Die Europäische Union wird ihre Kyoto-Ziele zur Verringerung der Treibhausgasemissionen voraussichtlich erreichen. Zu diesem Schluss kommt ein Bericht der EU-Kommission, in dem die Fortschritte der EU im Rahmen des Kyoto-Protokolls untersucht werden.

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Brüssel (red) - So deuten die letzten Prognosen an, dass die 15 alten Mitgliedstaaten ihre Emissionen bis 2010 um 9,3 Prozent unter den Stand von 1990 verringern werden. Damit übertreffen sie das Reduktionsziel für den Zeitraum von 2008 bis 2012. Laut Hochrechnungen werden sich die Emissionen in der EU-25 sogar um mehr als elf Prozent verringern.

Umweltkommissar Stavros Dimas erkärte: "Nach den letzten Hochrechnungen hat die EU ihre Kyoto-Verpflichtungen erfolgreich in politische Strategien und Maßnahmen umgesetzt, durch die sie die Ziele zur Verringerung der Emissionen nach dem Kyoto-Protokoll erreichen wird. Und wir haben unsere Emissionen trotz eines gesunden Wirtschaftswachstums bereits reduziert. Dies darf uns jedoch nicht zur Selbstgefälligkeit verleiten. Wir müssen die verschiedenen Maßnahmen zur Verringerung der Emissionen vollständig durchführen."

Aufgrund des von der Kommission im Jahr 2000 verabschiedeten Europäischen Programms zur Klimaänderung (ECCP) seien auf EU-Ebene mehr als 30 Maßnahmen zur Verringerung der Treibhausgasemissionen eingeleitet worden, hieß es aus Brüssel. Dazu gehörten das Emissionshandelssystem der EU, die Richtlinie über Energieeffizienznormen für Gebäude und Rechtsvorschriften über fluorierte Industriegase. Das Emissionshandelssystem erlaube es den Mitgliedstaaten, umweltfreundliche Projekte in Dritt-Ländern durchzuführen und dafür Klimakredite zu bekommen. Die zweite Phase des ECCP wurde im Oktober 2005 gestartet und widmet sich vor allem der Überprüfung bereits eingeleiteter Maßnahmen.