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EU will Versorger offenbar zum Stromsparen zwingen

Die EU-Kommission plant einem Medienbericht zufolge, Energieversorger für einen niedrigeren Strom- und Gasverbrauch ihrer Kunden in die Pflicht zu nehmen. Damit würden gewissermaßen die Kunden zum Energiesparen gezwungen. Zudem soll es Änderungen für die Rechnungsstellung geben.

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Berlin (afp/red) - "Alle Energieversorger in einem Mitgliedsland" sollten künftig "eine jährliche Energieeinsparung von 1,5 Prozent im Vergleich zum Kalenderjahr machen", zitierte die Tageszeitung "Die Welt" am Donnerstag aus dem Entwurf einer Richtlinie zur Energieeffizienz, die EU-Energiekommissar Günther Oettinger demnach am kommenden Mittwoch in Brüssel vorlegen will. "Dieser Anteil der Energieeinsparung" solle "von den betreffenden Versorgern beim Endkunden erreicht werden".

Stromanbieter sollen häufiger Rechnungen stellen

Außerdem will Brüssel nach Angaben der Zeitung die Unternehmen dazu zwingen, den Kunden häufiger Rechnungen zuzustellen, damit diese einen besseren Überblick hätten und kostensparender das Licht, die Heizung oder die Waschmaschine einschalten könnten. So sollten Rechnungen "für Strom auf monatlicher, für Gas auf mindestens zweimonatlicher Basis" ausgestellt werden. Für Zentralheizungen und zentrale Kühlungen sollen die Gas- und Stromanbieter demnach in den Sommer- beziehungsweise Wintermonaten alle vier Wochen Verbrauchsrechnungen verschicken, für Heißwasser generell alle acht Wochen.