Bericht

EU will Subventionen für Öko-Autos vereinheitlichen

Die EU will die Subventionen ihrer Mitgliedsstaaten für umweltfreundliche Autos einem Zeitungsbericht zufolge vereinheitlichen. Noch im laufenden Jahr wolle die EU-Kommission "Leitlinien zu finanziellen Anreizen für saubere und energieeffiziente Fahrzeuge vorschlagen", so ein Medienbericht.

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Berlin (AFP/red) - Entsprechend zitierte die Zeitung "Die Welt" am Mittwoch aus einem Papier zu Subventionen, das EU-Industriekommissar Antonio Tajani offenbar am Donnerstag in Brüssel vorstellen will. Es bestehe die "dringende Notwendigkeit", Europas Autohersteller beim Umstieg auf umweltfreundlichere Antriebe zu unterstützen.

Strenge Koordinierung sei wichtig

Das Papier betone die Notwendigkeit, mit einer EU-weiten Regelung eine Bevorteilung einzelner Unternehmen oder Antriebstechnologien zu verhindern, wie die Zeitung berichtet. "Anreize sollten vermeiden, technologiespezifisch zu sein", heißt es demnach in dem Papier. Würden Anreize nicht länderübergreifend vereinheitlicht, reduziere dies "erwartungsgemäß das Potenzial für Entwicklung und Marktreife" von umweltfreundlichen Fahrzeugen. "Daher scheint strengere Koordinierung nötig", heißt es laut Bericht in dem Papier.

Bislang ein Förderungs-Flickenteppich

Die Förderung von Elektroautos und Fahrzeugen mit anderen umweltfreundlicheren Antrieben ist in der EU von Land zu Land sehr unterschiedlich. In Frankreich etwa können Autokäufer für Elektroautos staatliche Kaufprämien von bis zu 7000 Euro bekommen, für Hybridfahrzeuge Zuschüsse von bis zu 4000 Euro. Frankreich will mit den Subventionen auch seine kriselnde Autoindustrie fördern. In Deutschland hingegen gibt es keine Kaufprämien. Die Bundesregierung gewährt stattdessen eine Befreiung von der Kfz-Steuer.

Quelle: AFP