Strom-News
EffizienzvorgabenDie Verwendung hocheffizienter Umwälzpumpen soll die Stromrechnungen der europäischen Verbraucher senken. Dazu sollen ab stufenweise neue Effizienzvorgaben gelten, ab 2015 ist nur noch der Verkauf von "intelligenten" Pumpen erlaubt. Damit sollen sich bis 2020 rund 2,2 Milliarden Stromkosten sparen lassen.
Brüssel (red) - Die EU-Mitgliedstaaten haben am Freitag den Kommissionsvorschlag zur Verringerung des Energiebedarfs von Umwälzpumpen unterstützt. Durch die Verordnung wird ab 2013 das Inverkehrbringen von Umwälzpumpen mit geringer oder standardmäßiger Effizienz untersagt. In einer zweiten Stufe sind dann ab 2015 nur noch hocheffiziente "intelligente" Umwälzpumpen erlaubt.
Die Verordnung erfasst eigenständige Umwälzpumpen, die überwiegend zur Wasserumwälzung in Heizungsanlagen von Büro- und Wohngebäuden genutzt werden, sowie kesselintegrierte Umwälzpumpen als Teil eines Heizkessels. Damit sollen bis 2020 über 2,2 Milliarden Euro an Stromkosten eingespart werden.
Die meisten der derzeit 140 Millionen in Europa eingesetzten Umwälzpumpen laufen ständig, auch wenn kein Wasser gepumpt werden muss, sofern sie nicht vom Benutzer zusammen mit der Heizung abgestellt werden. Das kann dazu führen, dass 20 Prozent der durchschnittlichen Stromrechnung eines Haushalts auf ineffiziente Umwälzpumpen entfallen.
Der Vorschlag werde nun vom Europäischen Parlament und dem Rat geprüft und voraussichtlich im Juli 2009 offiziell von der Kommission verabschiedet.
Der Gesamtausstoß aller Treibhausgase in Deutschland ist im Jahr 2008 gegenüber dem Vorjahr um fast zwölf Millionen Tonnen gesunken, das entspricht einem Rückgang von 1,2 Prozent. Die Gesamtemissionen lägen bei 945 Millionen Tonnen CO2-Äquivalenten - "und damit im Zielkorridor des Kyoto-Protokolls".
Die bundeseigene Förderbank KfW schreibt erneut einen Preis für energiesparendes Sanieren mit insgesamt 27.000 Euro Preisgeld aus. Der Wettbewerb steht unter dem Motto "Fitnessprogramm für die eigenen vier Wände - Wohneigentum energetisch sanieren und ästhetisch bewahren".
Die Grünen fordern die Einführung einer Prämie für Elektrofahrzeuge. Diese könnte je nach Fahrzeugtyp bis zu 5000 Euro hoch sein, sagte der Grünen-Verkehrsexperte Peter Hettlich im Bundestag in Berlin. In dem Antrag fordern die Grünen außerdem zinsgünstige Kredite der Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW).
Mittlerweile haben viele Stromanbieter auch ein Angebot aus erneuerbaren Energien in der Schublade. Diese Angebote sind aber nicht immer nachhaltig effizient und der Zukunft mit erneuerbaren Energien nicht förderlich genug, so das Öko-Institut.
Niedersachsens Umweltminister Hans-Heinrich Sander (FDP) hat die Stromerzeuger in Deutschland zur Senkung der Energiepreise aufgefordert. Angesichts der gesunkenen Preise für die Primärenergieträger Kohle und Erdöl sei das in der Wirtschaftskrise "das Gebot der Stunde", sagte Sander am Donnerstag in Hannover.