Fusionsenergie

EU will ITER unterstützen

Die EU-Kommission hat die Gründung eines gemeinsamen Unternehmens zur Entwicklung von Fusionsenergie vorgeschlagen. Damit will sie den europäischen Beitrag für das internationale Fusionsenergieprojekt ITER sicherstellen. Das Unternehmen soll seinen Sitz in Barcelona haben und Anfang 2007 starten.

Stromzähler© Gina Sanders / Fotolia.com

Brüssel/Berlin (red) - Die europäischen Industrie- und Forschungseinrichtungen sollen künftig eng mit der neuen Koordinierungsstelle zusammenarbeiten, um die Entwicklung der Fusionstechnik als saubere und nachhaltige Energiequelle zu beschleunigen, hieß es weiter aus Brüssel. Das gemeinsame Unternehmen soll seinen Sitz in Barcelona haben und bereits im ersten Halbjahr 2007 seine Tätigkeit aufnehmen.

"Aufbauend auf dem Erfolg des integrierten Euratom-Programms zur Fusionsforschung soll sich das gemeinsame Unternehmen zu einer neuen, dynamischen Organisation entwickeln, eine führende Rolle beim Bau des ITER spielen und so dafür sorgen, dass Europa bei der technologischen Entwicklung der Fusionsenergie eine größere Rolle spielt", kommentierte Janez Potočnik, EU-Kommissar für Wissenschaft und Forschung.

Die vorrangige Aufgabe des gemeinsamen Unternehmens bestehe darin, Europas weitreichende Verpflichtungen gegenüber ITER zu erfüllen. So soll die neue Einrichtung etwa die Hälfte der High-Tech-Bauteile für das internationale Fusionsprojekt fertigen. Darüber hinaus wird die Koordinierungsstelle die europäischen Fördermittel für das Projekt verwalten, die vorwiegend aus dem Gemeinschaftshaushalt stammen. Zudem soll das Unternehmen zur Umsetzung eines Abkommens über Fusionstechnik zwischen der EU und Japan beitragen und langfristig ein Programm von Aktivitäten durchführen, die den Bau der ersten Fusionsenergie-Reaktoren vorbereiten.

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