Bericht

EU will den Windräder-Bau an optische Kriterien knüpfen

Das EU-Parlament hat einem Bericht zufolge Umweltschutz-Auflagen für Bauprojekte verabschiedet, die den Bau neuer Windräder stoppen könnten. Demnach will das Parlament künftig auch optische Auswirkungen berücksichtigen, und zwar immer dann, wenn sie "von grundlegender Bedeutung" sind.

Stromerzeugung© pics / Fotolia.com

München (AFP/red) - Teil der sogenannten Umweltverträglichkeitsprüfung solle künftig auch eine "Abschätzung der optischen Auswirkungen" sein, berichtete das Nachrichtenmagazin "Focus" am Sonntag vorab. Damit sollten Bauvorhaben verhindert werden, "die die Sicht auf die Natur einschränken und die Harmonie der Landschaft stören".

Verschärfter Entwurf eingereicht

Das Parlament habe einen Entwurf der Europäischen Kommission für eine neue Richtlinie verschärft, über den die Mitgliedstaaten noch entscheiden müssen. "Optische Auswirkungen" seien dem Änderungsantrag zufolge eine "Veränderung des Erscheinungsbilds oder der Ansicht der gebauten oder natürlichen Landschaft und städtischen Gebiete", berichtet "Focus". In der Begründung des Antrags sei von einer grundlegenden Bedeutung der optischen Auswirkung für Küsten, Windparks und historische Gebäude die Rede.

Quelle: AFP