Globales Abkommen

EU will auf Bali konkreten Klimaschutz-Fahrplan

Auf dem bevorstehenden Weltklimagipfel auf Bali soll nach Ansicht von EU-Umweltkommissar Dimas ein globales Ziel für den Klimaschutz definiert werden, welches als Leitlinie für die Verhandlungen der nächsten Jahre gelten soll. So müsse der globale Temperaturanstieg begrenzt werden.

Stromzähler© Gina Sanders / Fotolia.com

Brüssel (red) - "Bali sollte die Aufnahme von Verhandlungen über ein ehrgeiziges und umfassendes globales Klimaschutz­übereinkommen einleiten und einen "Fahrplan" für die Hauptbestandteile eines solchen Übereinkommens erstellen", so Dimas im Vorfeld der UN-Klimakonferenz vom 3. bis 14. Dezember in Bali. Das künftige Abkommen solle darauf abzielen, "den globalen Temperaturanstieg auf höchstens 2 °C über der vorindustriellen Temperatur zu begrenzen", erklärt der EU-Kommissar. So sollen die schlimmsten Auswirkungen des Klimawandels verhindert werden. Die Konferenz auf Bali biete eine gute Gelegenheit, ein solch ehrgeiziges Ziel als Leitlinie für Verhandlungen über die nächsten zwei Jahre zu vereinbaren.

Die Position der EU wurde vom Rat der Umweltminister am 30. Oktober festgelegt. Die EU schlägt vor, dass ein Post-2012-Klimaübereinkommen acht Schlüsselelemente umfassen sollte, darunter die Begrenzung der globalen Erwärmung auf 2°C über der vorindustriellen Temperatur, weiter reichende verpflichtende Emissionssenkungen in den Industrieländern, faire und wirksame Beiträge durch andere Länder, insbesondere die sich schnell entwickelnden Schwellenländer, die Stärkung und Erweiterung des globalen Kohlenstoffmarktes sowie eine verstärkte Zusammenarbeit in den Bereichen Forschung und Entwicklung und Einsatz von sauberen Technologien. Darüber hinaus schlägt die EU eine Auseinandersetzung mit den Emissionen aus der internationalen Luft- und Schifffahrt vor.