Strom- und Gaswechsel

EU-Verbraucher sollen Energieanbieter leichter wechseln können

Für Verbraucher in der EU soll der Wechsel von einem Energieanbieter zum anderen leichter werden. Künftig soll ein Wechsel des Gas- oder Stromversorgers gebührenfrei innerhalb von drei Wochen möglich sein, wie ein vom Europäischen Parlament in Straßburg veröffentlichter Kompromiss über mehrere Energiegesetze vorsieht.

Stromzähler© Gina Sanders / Fotolia.com

Straßburg/Berlin (afp/red) - Außerdem sollen die Kunden bei ungenauen Abrechnungen ein Recht auf Entschädigung bekommen. Der Kompromiss über das sogenannte dritte Energiebinnenmarkt-Paket umfasst eine Reihe weiterer Neuerungen für Verbraucher und Unternehmen.

Ein Sprecher vom Verbraucherzentrale Bundesverband (vzbv) nannte die neue Wechsel-Frist in Berlin eine "Verbesserung, wenn die Anbieter das in der Praxis umsetzen". Nach deutschem Recht soll ein Anbieterwechsel demnach am Ende des auf die Kündigung folgenden Monats abgeschlossen sein, also durchschnittlich in sechs Wochen. Es komme aber immer noch vor, dass Kunden mehrere Monate lang damit zu tun hätten, sagte der Sprecher.

Laut dem Kompromiss sollen die EU-Mitgliedstaaten zudem Anlaufstellen schaffen, etwa in Form von Ombudsmännern. Diese sollten Verbraucher bei Konflikten mit ihren Energieanbietern beraten, etwa um gerichtliche Auseinandersetzungen zu vermeiden. Auch die Abrechnungen sollen genauer werden.

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