Neun Prozent bis 2017

EU verabschiedet Energiespar-Richtlinie

Die Energieminister der EU-Staaten haben auf ihrem Sondertreffen vereinbart, bis zum Jahr 2017 neun Prozent des europäischen Energieverbrauchs einzusparen. Dazu sollen die Mitgliedsländer eigene nationale Energiesparprogramme auflegen und diese der Kommission bis Mitte 2007 präsentieren.

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Brüssel (red) - Auf ihrem Sondertreffen zu Beginn dieser Woche in Brüssel hat der EU-Ministerrat eine Richtlinie verabschiedet, die eine Einsparung von mindestens neun Prozent des europäischen Energieverbrauchs bis 2017 zum Ziel hat. Dazu soll jeder Mitgliedstaat seine eigenen Sparprogramme auflegen.

Der amtierende Vorsitzende des Energieministerrates und österreichische Wirtschaftsminister Martin Bartenstein bezeichnete die Initiative als "Meilenstein der Energiepolitik". Laut Vorgabe müssen die Mitgliedsstaaten der Kommission ihren ersten "action plan" bis 30. Juni 2007 präsentieren, zwei weitere müssen dann 2011 und 2014 folgen.

Das neue EU-Gesetz sieht zudem die Auszeichnung sparsamer Techniken und Geräten mit Zertifikaten und die Abschaffung von Mengenrabatten und anderer Anreizung zum höheren Verbrauch von Energie vor. Stattdessen soll Europas Energiekunden mit mehr Informationen zum sparsamen Umgang mit Strom und Gas ausgestattet werden.