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04.03.2010, 14:39 Uhr

Strom-News

Rekordsumme

EU steckt 2,3 Milliarden Euro in Energieprojekte

Die EU stellt für 43 Gas- und Stromprojekte insgesamt 2,3 Milliarden Euro zur Verfügung. Es sei "der größte Betrag, den die EU je für Energieinfrastrukturen ausgegeben hat", erklärte die Europäische Kommission am Donnerstag in Brüssel.

Brüssel (afp/red) - Das Geld kommt unter anderem der geplanten Nabucco Pipeline und Hochspannungsleitungen in Deutschland zugute. Die Gesamtfördersumme stand bereits länger fest, jetzt wurden die Projekte ausgewählt.

Mit der öffentlichen Hilfe soll einerseits die Konjunktur angeschoben werden. Daneben diene sie der Versorgungssicherheit. So könnte etwa Engpässen wie Anfang 2009 bei Lieferungen russischen Gases über die Ukraine begegnet werden. Auch die Klimaziele der EU spielen demnach eine Rolle. All dies erfordere risikoreiche Investitionen in die Infrastruktur, erklärte der neue Energiekommissar Günther Oettinger. "Das Problem ist, dass angesichts des derzeitigen Wirtschaftsklimas solche Vorhaben heute verschoben werden könnten."

Das Nabucco-Projekt werde mit bis zu 200 Millionen Euro gefördert. Die Kosten der geplanten Pipeline, die Erdgas aus Zentralasien nach Europa befördern soll, beziffert der an dem Konsortium beteiligte deutsche RWE-Konzern auf bis zu acht Milliarden Euro. Bedingung der EU-Förderung ist, dass die Projekte relativ weit gediehen sind. "Es kann sein, dass wir schon in diesem Jahr Röhren oder Kompressoren bestellen", sagte ein RWE-Experte für das Nabucco-Projekt in Brüssel der Nachrichtenagentur AFP.

Auch für so genannte Reverse-Flow-Vorrichtungen an bestehenden Gasleitungen gibt es Förderung. Mit ihnen kann der Fluß umgekehrt und Gas dorthin geleitet werden, wo es dringend benötigt wird.

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