Importabhängigkeit

EU-Staaten einigen sich auf gemeinsame Energiestrategie

Die EU-Staaten haben sich grundsätzlich für eine gemeinsame europäische Energiestrategie ausgesprochen, ohne dabei aber die nationalen Zuständigkeiten abgeben zu wollen. Allerdings wollen sie ihre Souveränität bei der Auswahl der Energieträger nicht abgeben.

Stromzähler© Gina Sanders / Fotolia.com

Brüssel (ddp.djn/sm) - Eine Neuausrichtung der Energiepolitik sei aufgrund der anhaltend schwierigen Situation auf den Öl- und Gasmärkten notwendig, insbesondere angesichts der steigenden Energieimportabhängigkeit Europas, hieß es am Dienstag nach einem Treffen der EU-Energieminister in Brüssel. Das Abschlussdokument soll den Staats- und Regierungschefs auf dem Frühjahrsgipfel kommende Woche in Brüssel vorgelegt werden.

Die österreichische EU-Ratspräsidentschaft hatte die Energieversorgungssicherheit als Schwerpunktthema auf die Agenda ihrer sechsmonatigen Amtszeit bis Ende Juni gesetzt. Zwar plädieren die EU-Energieminister für einen transparenten und fairen Wettbewerb auf den Strom- und Gasmärkten und fordern Konsequenz bei der Anwendung der Wettbewerbsregeln.

Allerdings wollen sie ihre Souveränität bei der Auswahl der Energieträger nicht abgeben. Daher sollen die Kompetenzen zwischen der EU-Kommission und den Mitgliedsstaaten für die künftige Energiepolitik klar abgegrenzt werden.