Krisen

EU-Staaten beschließen Mindestvorräte an Ölprodukten

Die EU-Staaten haben sich am Freitag auf neue Mindestvorräte an Ölprodukten für Krisenfälle geeinigt. Das Gesetz sieht vor, dass die EU-Staaten neue Mindestvorräte an Erdölprodukten wie Benzin, Heizöl und Schmierstoffen vorhalten müssen. Deutschland habe bereits jetzt genügend Vorräte.

Netzausbau Ökostrom© Gina Sanders / Fotolia.com

Luxemburg (afp/red) - Abgewiesen haben die Staaten den Wunsch der EU-Kommission, in Krisen über die Verteilung von Ölvorräten entscheiden zu können, stattdessen darf sie nur Empfehlungen geben.

Deutschland begrüßte die in Luxemburg erzielte Einigung in einer Erklärung. In Deutschland ändere sich allerdings nichts, sagte ein Diplomat. Hierzulande seien bereits ausreichende Vorräte vorhanden.

Monatlicher Bericht über Ölbestände

Zudem kamen die EU-Staaten überein, dass sie monatlich Ölbestände an die Kommission nach Brüssel melden. Einige Staaten, darunter Frankreich, hatten wöchentliche Meldungen gefordert, um durch mehr Transparenz auf dem Markt Preisausschlägen vorzubeugen. Die Sicherheit der Energieversorgung ist in der EU spätestens seit dem erstmaligen Ausbleiben russischer Gaslieferungen im Winter 2005/2006 ein zentrales Thema.