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ÖkostromDie EU wird Schätzungen zufolge ihr Ziel für das Jahr 2020, 20 Prozent der Energie aus erneuerbaren Quellen zu gewinnen, erreichen. Angaben aus den Mitgliedstaaten zufolge werden dann europaweit voraussichtlich 20,3 Prozent der Energie aus erneuerbaren Energien stammen, wie die EU-Kommission heute in Brüssel mitteilte.
Brüssel (afp/red) - Die Staaten haben sich national jeweils unterschiedliche Ziele gesetzt, Deutschland werde sein Ziel vermutlich übererfüllen, sagte die Sprecherin von Energiekommissar Günther Oettinger.
Den bisherigen Schätzungen zufolge werden 2020 insgesamt zehn der 27 Länder ihre jeweiligen Ziele übererfüllen. Zwölf weitere könnten die gesteckten Ziele nach derzeitigem Stand erreichen, fünf Staaten hingegen nicht. Für sie bleibe aber die Möglichkeit, aus anderen Ländern erneuerbare Energie zuzukaufen, sagte die Sprecherin.
Die Bundesrepublik will bis 2020 18 Prozent ihrer Energie aus erneuerbaren Quellen gewinnen. Voraussichtlich werde der Anteil bis 2020 sogar auf 18,7 Prozent steigen, teilte die Bundesregierung mit. Im vergangenen Jahr erreichten die erneuerbaren Energien in Deutschland nach Angaben des Bundesverbandes Erneuerbare Energie von Februar 10,6 Prozent des Endenergieverbrauchs.
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Weit über die Hälfte des in Brandenburg verbrauchten Stroms wird nach Angaben des Umweltministeriums aus erneuerbaren Energien gewonnen. Der Anteil habe sich von 27,2 Prozent im Jahr 2004 auf 57,8 Prozent im Jahr 2008 mehr als verdoppelt. Der Energieexport ist allerdings nicht eingerechnet.
Trotz der Finanzkrise wurde 2009 kräftig in erneuerbare Energien investiert; es wurden über das Marktanreizprogramm Investitionen in Höhe von drei Milliarden Euro getätigt. Die KfW-Bankengruppe vergab dabei 2100 Förderkredite in Höhe von 300 Millionen Euro, von denen rund 80 Prozent an kleine und mittlere Unternhemen gingen.
Trotz scharfer Kritik aus den eigenen Reihen strebt Bundesumweltminister Norbert Röttgen (CDU) den Atomausstieg bis spätestens 2030 an. Das Aus für Biblis A und Neckarwestheim 1 stehe quasi schon vor der Tür, so ein Magazinbericht. Das Umweltbundesamt hält sogar einen noch früheren Ausstieg für möglich.
Bundesumweltminister Norbert Röttgen (CDU) hält den Ausbau der erneuerbaren Energien für ein Kernprojekt der schwarz-gelben Koalition. Man sollte das Thema "unideologisch" angehen und als "Chance für unser Land" betrachten, sagte Röttgen.
Die Ökostrombranche in Deutschland lehnt eine mögliche Milliarden-Förderung ab, die ihr die Bundesregierung durch eine geplante Laufzeitverlängerung von Atomkraftwerken in Aussicht stellt. "Wir brauchen das Geld nicht", sagte der Präsident des Bundesverbandes Erneuerbare Energie (BEE), Dietmar Schütz, dem "Tagesspiegel".Strompreise vergleichen
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