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EU richtet europäischen Energie-Geheimdienst ein

Die Energiekorrespondenten nehmen ihre Arbeit auf: Mit der NESCO will die EU in Zukunft auf Energie-Versorgungskrisen besser reagieren können. Das neue Netz soll als Frühwarnsystem und als Informations-Sammelbecken bei externen Energiekrisen dienen.

Netzausbau© Günter Menzl / Fotolia.com

Brüssel (ddp/sm) - Die Europäische Union will mit einem Energie-Geheimdienst künftig für Krisenfälle besser gewappnet sein. Am Donnerstag nahm dafür das vom EU-Gipfel Ende 2006 beschlossene Netz der so genannten Energiekorrespondenten (NESCO) mit einer Tagung in Brüssel offiziell seine Arbeit auf. In dem Gremium sind Vertreter der EU-Kommission und der 27 EU-Mitgliedstaaten zusammengefasst, die bei externen Energiekrisen "wesentliche Informationen austauschen" und so der EU ein schnelles Eingreifen ermöglichen sollen.

Die Errichtung der NESCO sei ein "entscheidender Schritt auf dem Weg zu einer effizienten europäischen Energieaußenpolitik", betonte EU-Außenkommissarin Benita Ferrero-Waldner. Für EU-Energiekommissar Andris Piebalgs kommt es darauf an, die Energieaußenpolitik auf eine "klare gemeinsame Einschätzung der EU-Interessen und verlässliche Risikoanalysen" zu stellen.

Geplant ist NESCO daher als ein Energie-Frühwarnsystem, das "geopolitische und energiebezogene Informationen" sammelt, aufbereitet und eventuell notwendige Gegenmaßnahmen vorschlägt, um somit die Versorgungssicherheit in der EU zu garantieren. Die sichere Kommunikation der Energiekorrespondenten wird den Angaben zufolge über ein spezifisches Webportal mit kontrolliertem Zugang gewährleistet.