Frischer Wind

EU-Präsident stellt neue Kommissare vor

Eine neue Mannschaft wird den designierten EU-Kommissions-Präsidenten Barroso unterstützen. Die für den Energiemarkt wichtigen Positionen besetzen künftig Günter Verheugen (Deutschland), Neelie Kroes-Smit (Niederlande), Laszlo Kovacs (Ungarn) und Stavros Dimas (Griechenland).

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Brüssel (red) - Der designierte Präsident der Europäischen Kommission José Manuel Barroso hat in dieser Woche angekündigt, welche Zuständigkeitsbereiche er den Mitgliedern seiner Mannschaft zugewiesen hat. Gleichzeitig hat er die Zuständigkeitsbereich zum Teil neu aufgeteilt. Betroffen sind insbesondere die Zuständigkeitsbereiche Verkehr und Energie, Landwirtschaft und Fischerei, Binnenmarkt und Steuern.

"Ich habe diese starke Mannschaft unter dem Gesichtspunkt zusammengestellt, dass wir effizient arbeiten und die uns selbst gesteckten Ziele erreichen können. Besonders wichtig für mich sind Teamfähigkeit und Engagement für das allgemeine Interesse Europas. Die Kommissare werden zusammenarbeiten und den EU-Bürgern greifbaren Nutzen bringen", erläuterte Barroso seine Entscheidung.

Die für den Energiemarkt wichtigen Positionen besetzen künftig Günter Verheugen (Deutschland), Neelie Kroes-Smit (Niederlande), Laszlo Kovacs (Ungarn) und Stavros Dimas (Griechenland). Verheugen, bisher für die EU-Erweiterung zuständig, wird Vizepräsident und Kommissar für Unternehmen und Industrie. Er soll zudem die Position der Kommission in Wettbewerbsfragen koordinieren. Kroes-Smit wird als Nachfolgerin von Mario Monti Kommissarin für Wettbewerbsfragen, der Ungar Kovacs soll das Amt des Kommissars für Energie und nukleare Sicherheit übernehmen. Stavros Dimas wird Kommissar für Umwelt. Margot Wallström (Schweden), bisher Kommissarin für Umwelt und Energie-Kommissarin, wechselt das Ressort. Sie wird künftig als Vizepräsidentin und Kommissarin für Institutionelle Beziehungen und Kommunikationsstrategie arbeiten.

Kommenden Freitag soll das Kollegium zum ersten Mal zu einer informellen Sitzung zusammenkommen. Vor dem 1. November muss es das Vertrauen und die Zustimmung des Europäischen Parlaments gewinnen.