Beschlossen

EU: Prämienregelung für Energiepflanzen wird ausgeweitet

Bei ihrer Sitzung am Dienstag in Brüssel haben die EU-Landwirtschaftsminister entschieden, die mit der Reform der Gemeinsamen Agrarpolitik von 2003 eingeführte Prämie für Energiepflanzen auf die neuen Mitgliedstaaten auszuweiten, die derzeit von dieser Regelung ausgeschlossen sind.

Strompreise© Gina Sanders / Fotolia.com

Brüssel (red) - Aufgrund dieser Entscheidung können Landwirte in Bulgarien, in der Tschechischen Republik, in Estland, Zypern, Lettland, Litauen, Ungarn, Polen, Rumänien und in der Slowakei für den Anbau von Energiepflanzen 45 Euro je Hektar erhalten. Damit erhöht sich den Angaben zufolge die beihilfefähige Höchstfläche von gegenwärtig 1,5 Millionen Hektar auf 2 Millionen Hektar.

Als weiteren Schritt, um die Produktion von Rohstoffen für die Erzeugung von erneuerbaren Energien zu fördern, ist es den Mitgliedstaaten nunmehr gestattet, einzelstaatliche Beihilfen von bis zu 50 Prozent der Anfangskosten zu gewähren, die beim Anbau von Dauerkulturen auf Flächen, für die ein Antrag auf die Energiepflanzenbeihilfe gestellt wurde, entstehen.

"Der Bereitstellung erneuerbarer Energie wird in der Europäischen Union eine immer größere Priorität eingeräumt," sagte Mariann Fischer Boel, das für Landwirtschaft und ländliche Entwicklung zuständige EU-Kommissionsmitglied. "Die Landwirtschaft kann bei der Versorgung mit Ausgangstoffen für Bioethanol und Biodiesel eine große Rolle spielen. Die Energiepflanzenregelung ist sehr gut angelaufen. Jetzt ist es nur recht und billig, dass wir den Landwirten in allen Mitgliedstaaten die Chance geben, von dieser Förderung zu profitieren. Ich bin davon überzeugt, dass dieser Markt sich beständig ausweiten wird."

Weiterführende Links