Energieverbrauch

EU-Parlament billigt neue Öko-Labels für Haushaltsgeräte

Ungeachtet der Kritik von Verbraucherschützern hat das Europaparlament neue Öko-Labels für Haushaltsgeräte wie Waschmaschinen oder Fernseher gebilligt. Ab sofort sind besonders stromsparende Geräte mit der Energieklasse A++ gekennzeichnet. Verbraucherschützer kritisieren die neuen Vorschriften als Rückschritt.

Netzausbau© Thomas Aumann / Fotolia.com

Straßburg (afp/red) - Die neuen Öko-Labels sollen das bisherige System ersetzen, das von dem tiefgrünen A für besonders sparsame Geräte bis zum roten G für Energiefresser reicht. Künftig soll die A-Kategorie in drei Untergruppen eingeteilt werden, von A+++ für die besten bis A+. Insgesamt soll es wie bisher sieben Kategorien geben, auch die Farbkennzeichnung von Tiefgrün bis Rot bleibt bestehen.

Kennzeichnung nicht nur für Stromverbrauch

Die Einteilung soll nicht nur den Stromverbrauch berücksichtigen, sondern gegebenenfalls auch den Wasserkonsum, die Lärmbelästigung oder die vom Gerät ausgestoßene Wärme. Die Neuregelung schreibt ferner vor, dass Werbung für Haushaltsgeräte die Öko-Labels angeben muss. Die EU-Kommission soll nun eine Liste aller Geräte erstellen, für die die Kennzeichnung obligatorisch sein soll.

Verbraucherschützer kritisieren neue Öko-Labels

Kritik an der neuen Aufteilung übte die Europäische Verbraucherzentrale (BEUC) in Brüssel. Dem Verbraucher helfe das gar nichts, kritisierte BEUC-Direktorin Monique Goyens. Das bisherige System mit den Kategorien von A bis G habe sich seit 15 Jahren bewährt. Die Neuregelung sei hingegen ein Rückschritt. Verbraucher- und Umweltschützer hatten gefordert, dass die Kriterien für die Einteilung in Kategorien regelmäßig aktualisert werden - so dass die Anforderungen mit den technischen Fortschritt steigen.