Energieeffizienz und Erneuerbare Energien

EU-Minister beraten über nachhaltige Energieversorgung

Um den Ausbau der Erneuerbaren Energien und Energieeffizienz in der europäischen Nachbarschaftspolitik voranzubringen, findet derzeit in Berlin eine Ministerkonferenz im Rahmen der EU Präsidentschaft statt. Daran nehmen auch Minister aus EU-Nachbarstaaten sowie Vertreter nationaler Energieagenturen teil.

Netzausbau Ökostrom© Gina Sanders / Fotolia.com

Berlin (red) - Die zweitägige Konferenz "Energieeffizienz: Die Welt von morgen gestalten", die offiziell im Rahmen der deutschen EU-Rats- und der diesjährigen G8-Präsidentschaft stattfindet, stellt die Frage in den Mittelpunkt, wie der weltweit rapide steigende Energieverbrauch durch eine höhere Energieausbeute, also Energieeffizienz, verringert werden kann.

Bundesentwicklungsministerin Heidemarie Wieczorek-Zeul betonte dabei den partnerschaftlichen Ansatz, der mit dieser Konferenz verfolgt wird: "Bemühungen einzelner Länder sind notwendig, aber sie werden nicht ausreichen, um den Klimawandel in Grenzen zu halten. Die EU und ihre Nachbarn müssen gemeinsam, Hand in Hand Erneuerbare Energien und bessere Energieeffizienz fördern und fordern."

"Energieeffizienz trifft den Nerv der Zeit"

Nach der Verabschiedung der EU-Klimaziele, erneuerbare Energien auszubauen und die Energieeffizienz zu steigern, "ist es nun unsere Aufgabe, diese Ziele mit unseren europäischen Nachbarn auch voranzubringen", betonte Bundesumweltminister Sigmar Garbiel. "Die Weichen für eine saubere Energiezukunft müssen jetzt gestellt werden. Das Thema Energieeffizienz trifft den Nerv der Zeit. Die Antwort auf den weltweit rapide steigenden Energieverbrauch liegt in einer Klima- und Energiepolitik, die konsequent auf Innovation setzt", so Gabriel. Er betonte die Rolle der großen Schwellenländer, die wirtschaftlich stark wachsen und deren Energieverbrauch den der Industriestaaten laut Internationaler Energieagentur bald übersteigen wird.

Rahmenbedingungen und Finanzierungsmodelle ausarbeiten

Die Konferenz hat zum ersten Mal eine so große Anzahl von Umwelt- und Energieministerinnen und -ministern aus Europa, Nordafrika und dem Südkaukasus zusammengebracht, um gemeinsam innovative Politik- und Finanzierungsinstrumente für Erneuerbare Energien und Energieeffizienz in der EU und ihren südlichen und östlichen Nachbarn zu diskutieren, so das Bundesumweltministerium. Dabei sollen entscheidende Impulse gegeben werden, um den Dialog zwischen neuen und älteren EU-Staaten und mit Nachbarregionen über die notwendigen Rahmenbedingungen zur Förderung von einheimischen Erneuerbaren Energien und Energieeffizienz sowie über innovative Finanzierungsmodelle und –instrumente auszubauen.

Bis 2013 stellt die EU mit dem neuen Europäischen Nachbarschafts- und Partnerschaftsinstrument für die Kooperation unter anderem im Energiebereich rund 11,2 Milliarden Euro zur Verfügung. Deutschland fördert derzeit Energieprojekte in 45 Partnerländern mit einem Volumen von etwa 1,6 Milliarden Euro.

Die Konferenz wird gemeinsam vom Bundesentwicklungsministerium und Bundesumweltministerium mit der Kreditanstalt für Wiederaufbau in Kooperation mit der Europäischen Kommission ausgerichtet. Neben Energie- und Umweltministerinnen und -ministern aus den 27 EU-Mitgliedstaaten und den südlichen und östlichen EU-Nachbarstaaten nehmen auch Vertreterinnen und Vertreter nationaler Energieagenturen sowie der Wirtschaft und der Zivilgesellschaft teil.