Aufatmen für Unternehmen

EU-Kommission: Zerschlagung der Energiekonzerne vom Tisch

Die EU-Kommission hat sich auf eine Reform des europäischen Energiemarktes geeinigt. Wie die "Welt" berichtet, sollen die Konzerne selbst entscheiden dürfen, ob sie ihre Netze verkaufen oder unter bestimmten Auflagen behalten wollen. Bei den Details gibt es allerdings noch Streitpunkte.

Stromtarife© Andre Bonn / Fotolia.com

Brüssel (red) - Mit der Abwendung der Zerschlagung haben sich die EU-Länder durchgesetzt, die eine Zerschlagung der Konzerne ablehnten, darunter Deutschland und Frankreich. Bei der von diesen Ländern vorgeschlagenen Option können die Energieversorger ihre Netze behalten, allerdings müssen sie in eine rechtlich unabhängige Betreibergesellschaft ausgelagert werden.

Wie die Welt weiter schreibt, könne der Mutterkonzern so die Investitionen in die Netze weiter beeinflussen. Es solle jedoch strenge Vorgaben geben, um die Unabhängigkeit der Netzgesellschaft zu garantieren. Der Netzbetreiber müsse dem Regulierer einen Investitionsplan für zehn Jahre vorlegen, auch dürften die Manager der Tochtergesellschaft in den letzten drei Jahren nicht im Mutterkonzern gearbeitet haben. Zwei Jahre nach Umsetzung des Gesetzes solle überprüft werden, ob eine schärfere Regulierung nötig sei.

Weiterführende Links
  • Zum Artikel der "Welt"