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EU-Kommission verbietet Versorgerzusammenschluss in Portugal

Die EU-Kommission hat die möglichen Auswirkungen der Übernahme von Gas de Portugal durch Energias de Portugal und ENI auf die Gas- und Stromversorgungsmärkte in Portugal geprüft und ist zu dem Ergebnis gekommen, dass dies einen effektiven Wettbewerb verhindert.

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Brüssel (red) - Die Europäische Kommission hat die geplante Übernahme des portugiesischen Gasversorgungsunternehmens Gas de Portugal (GDP) durch die ebenfalls portugiesische Energias de Portugal (EDP) und die italienische ENI verboten. Grund: Dies verhindere einen effektiven Wettbewerb.

Nach einer eingehenden Prüfung sei die Kommission zu dem Schluss gekommen, dass das Vorhaben die beherrschende Stellung von EDP auf dem Firmen- und Privatkundenstrommarkt in Portugal und die beherrschende Stellung von GDP auf dem portugiesischen Gasmarkt stärken würde, heißt es aus Brüssel. Der Zusammenschluss würde die Wirkung der Liberalisierung der Strom- und Gasmärkte deutlich einschränken oder verhindern und die Preise für private und industrielle Kunden erhöhen. Die von EDP und ENI angebotenen Abhilfemaßnahmen seien nicht ausreichend, um die Wettbewerbsbedenken auszuräumen.

"In diesem besonderen Fall hätte die Stärkung der beherrschenden Stellung der vorhandenen Strom- und Gasversorger zu höheren Preisen für die portugiesischen Kunden und industriellen Nutzer und somit zu einem Verlust an Wettbewerbsfähigkeit für die portugiesische Wirtschaft geführt. Da geeignete Abhilfemaßnahmen nicht vorhanden waren, war die Kommission gezwungen, diese Übernahme zu verbieten", erklärte das für Wettbewerbsfragen zuständige Kommissionsmitglied Neelie Kroes.