Zugeständnisse

EU-Kommission stellt Strompreis-Ermittlungen gegen E.ON ein

Die EU-Kommission stellt ihre rund zweijährigen Ermittlungen gegen E.ON wegen überhöhter Strompreise ein. Grund seien die Zusagen des Unternehmens, seine Netzsparte sowie umfangreiche Kraftwerks-Kapazitäten zu verkaufen, erklärte Wettbewerbskommissarin Neelie Kroes am Mittwoch in Brüssel.

Stromzähler© Gina Sanders / Fotolia.com

Brüssel/Düsseldorf (AFP/sm) - "Diese äußerst umfassenden Verpflichtungszusagen werden die deutsche Strommarktlandschaft grundlegend verändern und bieten die Aussicht auf mehr Wettbewerb und größere Wahlmöglichkeiten für die Verbraucher", betonte Kroes.

Laut der EU-Wettbewerbsbehörde missbrauchte E.ON seine marktbeherrschende Stellung auf dem Strommarkt. Zum einen hielt der Konzern die Verbraucherpreise durch eine geringere Erzeugung künstlich hoch. Zum anderen hinderte Eon Konkurrenten über die Netzkontrolle daran, günstigeren Strom anzubieten.

Der Konzern begrüßte die Kommissionsentscheidung in Düsseldorf. "E.ON kann jetzt den Prozess der Abgabe von Kraftwerkskapazitäten und dem Höchstspannungsnetz innerhalb der vorgegebenen Fristen beginnen", erklärte das Unternehmen. Die Kommission will die Verkäufe genau unter die Lupe nehmen, um neue Wettbewerbsbedenken zu verhindern.