Übernahmekampf zu Ende

EU-Kommission genehmigt Endesa-Übernahme

Die EU-Kommission hat die Übernahme des spanischen Stromkonzerns Endesa durch den italienischen Energieversorger Enel und das spanische Bauurunternehmen Acciona genehmigt. Damit geht ein jahrelanger Übernahmekampf, in dem zunächst E.ON als aussichtsreichster Kandidat gegolten hatte, zu Ende.

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Brüssel/Düsseldorf (ddp-nrw/sm) - er Kauf stelle keine erhebliche Beeinträchtigung des Wettbewerbs auf dem europäischen Wettbewerb dar, teilte die Kommission heute in Brüssel mit. Enel hält nun 67 Prozent und Acciona 25 Prozent an Endesa.

Die spanische Energiebehörde CNE hatte vor rund zwei Jahren bereits grünes Licht für eine Endesa-Übernahme durch die E.ON gegeben. An den gestellten Auflagen war jedoch ein monatelanger Streit zwischen dem Düsseldorfer Energiekonzern und Spanien entbrannt. Unter anderem sollte E.ON im Fall einer Übernahme rund ein Drittel der Stromerzeugungskapazität von Endesa abgeben. Acciona und der später eingestiegene Energieversorger Enel hatten eine Übernahme schließlich verhindert.

Nach einem wochenlangen Bieterkampf hatte E.ON im April vergangenen Jahres schließlich sein Angebot für Endesa zurückgezogen und erklärt, auch in den folgenden vier Jahren keine neue Offerte vorlegen zu wollen. Im Gegenzug erhielt E.ON milliardenschwere Beteiligungen und Stromerzeugungskapazitäten von Enel in Spanien, Frankreich und Italien.