Öffnung der Energiemärkte

EU-Kommissarin Kroes hofft auf deutschen Ratsvorsitz

EU-Wettbewerbskommissarin Neelie Kroes sieht in Deutschland Verstöße gegen den Wettbewerb in den Bereichen Rundfunkgebühren, Kreditkarten und Energiepreise. "Neue Wettbewerber haben bei Strom und Gas so gut wie keine Chance", sagte sie in einem Interview der Zeitung "Welt am Sonntag".

Stromnetz Ausbau© Gina Sanders / Fotolia.com

Berlin (red) - Die Kommissarin bedauerte, dass die nationalen Märkte in der Europäischen Union (EU) kaum untereinander integriert und die Netze nicht offen seien. Gegen wettbewerbswidriges Verhalten würden Kartell-Ermittlungen eingeleitet, betonte sie mit Blick auf die jüngsten Durchsuchungen bei deutschen Energiekonzernen.

Kroes kündigt zum Jahresende den Bericht zum Energiemarkt an. "Wir hoffen, dass die deutsche Ratspräsidentschaft dann im ersten Halbjahr 2007 eine Entscheidung herbeiführt, wie wir die europäischen Energiemärkte endlich wirksam öffnen können." Nach ihrer Ansicht ist das Eingreifen der EU wegen der Versorgungssicherheit und Preisentwicklung erforderlich und keine Angelegenheit der jeweiligen Netzbetreiber oder einzelnen Mitgliedsstaaten.

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