IEA-Ministerkonferenz

EU-Kommissar fordert internationales Übereinkommen zur Energieeffizienz

Auf der Ministerkonferenz der Internationalen Energie-Agentur (IEA) hat sich EU-Kommissar Piebalgs für ein Übereinkommen zur Energieeffizienz ausgesprochen. Dieses soll zunächst zwischen OECD-Ländern und wichtigen Entwicklungsländern geschlossen werden und gemeinsame Ansätze zum Energiesparen enthalten.

Strompreise© Gina Sanders / Fotolia.com

Paris (red) - "Globale Herausforderungen wie der Klimawandel und die Energiesicherheit erfordern auch globale Antworten", erklärt EU-Energiekommissar Andris Piebalgs. Hätte jedes Land der Welt ein Energieeffizienzkonzept, dann könnten wir den weltweiten CO2-Ausstoß verringern, die weltweite Energiesicherheit erhöhen und darüber hinaus die wirtschaftliche Entwicklung und die Entstehung neuer, sauberer Technologien entscheidend voranbringen."

Auf der Konferenz kamen die Energieminister der IEA-Mitgliedstaaten und Beobachter zusammen, um zu erörtern, wie eine gesicherte und unter Umweltaspekten nachhaltige Energiezukunft erreicht werden kann. Außerdem befassten sich die Minister damit, wie die Hürden bei der Entwicklung und Umsetzung von Energieeffizienzstrategien und -technologien in IEA-Mitgliedstaaten und in Drittstaaten überwunden werden können und inwiefern internationale Einrichtungen zum Austausch von Informationen und Erfahrungen zur Energieeffizienz beitragen können.

Energiekommissar Piebalgs rief zur Ausarbeitung eines internationalen Rahmenübereinkommens auf, in dessen Mittelpunkt die weltweite Förderung der Energieeffizienz stehen. Die Zusammenarbeit könnte Bereiche wie Regulierung, Informationsaustausch über Energiesparmaßnahmen, Messverfahren und die Erforschung von Energieeffizienztechnologien umfassen. Am Rande der Ministerkonferenz fand zudem eine Technologiemesse statt, auf der das Potenzial verschiedener Technologien sowie Wege aufgezeigt wurden, wie Regierungen, Unternehmen und Verbraucher diese einsetzen können.