Wettbewerbsbehinderungen

EU-Kartellverfahren belasten Energiekonzerne RWE und E.ON

Zwei Kartellverfahren der Brüsseler Wettbewerbskommissarin Neelie Kroes in den kommenden zwei Wochen belasten offenbar die deutschen Energiekonzerne E.ON und RWE, berichtete das Nachrichtenmagazin "Spiegel" vorab. Die Unternehmen weisen die Vorwürfe zurück.

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Hamburg/Düsseldorf (ddp-nrw/sm) - Die Kommissarin wolle nachweisen, dass E.ON sich mit seinem französischen Konkurrenten Gaz de France bei einem gemeinsamen Pipeline-Projekt darüber abgesprochen habe, kein Gas in das jeweilige Nachbarland zu liefern, so der Spiegel. RWE solle bewusst Kapazitäten und Investitionen im Gasbereich zurückgehalten haben, um den Wettbewerb zu behindern.

Beide Konzerne streiten dem Blatt zufolge die Vorwürfe ab. E.ON sage, dass die monierte Vereinbarung aus dem Jahr 1975 stamme und schon lange aufgehoben worden sei. RWE bemüht sich demnach derzeit in intensiven Verhandlungen mit der EU-Wettbewerbskommission, die Vorwürfe auszuräumen. Wie hoch eine mögliche Strafe ausfallen könnte, sei offen. Theoretisch könnte Brüssel eine Buße von bis zu zehn Prozent des Umsatzes verhängen.