Rekord Anlagenexport

EU fördert Studie über Windenergie

Zwei gute Nachrichten für die Freunde der regenerativen Energien gab es am Wochenende: Zum einen fördert die EU gemeinsam mit mehreren Unternehmen eine Studie über Offshore-Windparks der Unis Oldenburg und Hannover. Zum anderen haben deutsche Unternehmen ihre Exportquote um 30 Prozent gesteigert.

Netzausbau Ökostrom© Gina Sanders / Fotolia.com

Hannover (ddp-nrd/sm) - Die Europäische Union und mehrere Unternehmen fördern mit einem Etat von 2,1 Millionen Euro eine Studie über Offshore-Windparks des Zentrums für Windenergieforschung der Universität Oldenburg und der Leibnitz Universität Hannover. Die Expertise zielt auf die Errichtung eines Hochspannungsnetzes, das im gesamten Nordseeraum genutzt werden kann, wie eine Sprecherin der Universität Hannover sagte.

Ein europaweiter Stromhandel könne durch so ein Netz verstärkt werden. Konkret wird im Rahmen der Studie untersucht, inwieweit eine Anbindung von Offshore-Windparks an das europäische Verbundnetz über gasisolierte Hochspannungsleitungen möglich ist.

Dass deutsche Unternehmen ohnehin massiv vom weltweiten Trend zu Wind- und Sonnenergie profitieren, berichtete an diesem Wochenende auch die FAZ am Sonntag. Im vorigen Jahr wurden Anlagen im Wert von sechs Milliarden Euro exportiert. "2005 waren es 4,6 Milliarden Euro. Mit der Steigerung um 30 Prozent haben wir unsere hochgesteckte Prognose für 2006 erreicht", zitiert das Blatt den Verband Erneuerbare Energie.

Der weitaus größte Teil des Exportvolumens entfiel nach dessen Angaben auf die Windindustrie. Deutsche Expertise sei weltweit gefragt, sagte der Verbandssprecher.