Statistik

EU-Erzeugerpreise: Zum Vormonat unverändert, zum Vorjahr gestiegen

Die industriellen Erzeugerpreise blieben im Juni sowohl in der Eurozone als auch im Wirtschaftsraum EU 25 im Vergleich zum Mai 2004 unverändert. Im Vergleich zu Juni 2003 erhöhten sich die Erzeugerpreise im Juni 2004 in der gesamten Industrie ohne den Energiesektor in der Eurozone um 1,9 Prozent und in der EU 25 um 2,0 Prozent.

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Brüssel (red) - Die Erzeugerpreise der Industrie in der Eurozone (Belgien, Deutschland, Griechenland, Spanien, Frankreich, Irland, Italien, Luxemburg, Niederlande, Österreich, Portugal und Finnland) blieben im Juni 2004 gegenüber dem Vormonat unverändert. Dies geht aus jüngsten Schätzungen von Eurostat, dem Statistischen Amt der Europäischen Gemeinschaften, hervor.

In den 25 Ländern der Europäischen Union blieben die Preise im Juni 2004 ebenfalls unverändert. Im Mai 2004 legten die Preise in der Eurozone um 0,6 Prozent und in der EU 25 um 0,7 Prozent zu. Im Vergleich zum entsprechenden Vorjahresmonat stieg der Erzeugerpreisindex im Juni 2004 in der Eurozone um 2,4 Prozent und in der EU 25 um 2,7 Prozent.

Vergleich zum Vormonat

Im Vergleich zum Vormonat stiegen im Juni 2004 die Erzeugerpreise in der gesamten Industrie ohne den Energiesektor in beiden Wirtschaftsräumen um 0,1 Prozent. Die Preise im Energiesektor sanken um 0,5 Prozent in der Eurozone und um 0,6 Prozent in der EU 25. In beiden Wirtschaftsräumen zogen die Preise für Verbrauchsgüter um 0,2 Prozent, die für Vorleistungsgüter und für Investitionsgüter um 0,1 Prozent an. Die Preise für Gebrauchsgüter gingen in der Eurozone um 0,1 Prozent zurück, während sie sich in der EU 25 nicht veränderten.

Von den Mitgliedstaaten, für die Daten vorliegen, wurden die stärksten Zunahmen in Zypern, in der Tschechischen Republik und in Irland verzeichnet, während die Preise in Frankreich und in den Niederlanden stabil blieben. Die stärksten Rückgänge waren in Finnland, Litauen und Schweden zu beobachten.

Vergleich zum Vorjahr

Im Vergleich zu Juni 2003 erhöhten sich die Erzeugerpreise im Juni 2004 in der gesamten Industrie ohne den Energiesektor in der Eurozone um 1,9 Prozent und in der EU 25 um 2,0 Prozent. Die Preise im Energiesektor stiegen um 4,4 bzw. 5,8 Prozent. Vorleistungsgüter legten in der Eurozone um 3,3 Prozent und in der EU 25 um 3,4 Prozent zu, Verbrauchsgüter um 1,7 bzw. 1,8 Prozent. Die Preise für Investitionsgüter stiegen in der Eurozone um 0,6 Prozent und in der EU 25 um 0,7 Prozent.

Von den Mitgliedstaaten, für die Daten vorliegen, verzeichneten die höchsten Steigerungsraten Ungarn, Zypern und die Tschechische Republik, die niedrigsten dagegen Deutschland und die Niederlande. Der einzige Rückgang war in Finnland zu beobachten.