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EU erlässt Gesetz gegen illegal geschlagenes Holz

Am Sonntag trat EU-weit ein neues Gesetz gegen illegal geschlagenes Holz in Kraft, die sogenannte "EU-Holzhandelsverordnung". Damit sollen Verbraucher in Zukunft sicher sein können, dass ihre Holzprodukte aus legaler Waldnutzung stammen. Unternehmen, die dagegen verstoßen, müssen mit einer Freiheitsstrafe, Geldstrafe oder Abmahnung rechnen.

Holzstapel© Andrea Sachs / Fotolia.com

Berlin (red) - Bekannte Nachhaltigkeitszertifikate wie beispielsweise FSC verlieren mit dem neuen Holzgesetz an Bedeutung. Das ist nach Meinung von Lars Schmidt von der Deutschen Säge- und Holzindustrie auch gut so: "Das Siegel FSC führt die Verbraucher in die Irre. Es verrät nicht, woher das Holz kommt und ob die Waldwirtschaft des Herkunftslandes den Gesetzen in Deutschland entspricht."

Keine Billigholz-Konkurrenz mehr

Die Säge- und Holzindustrie ist mit dem verschärften Gesetz insgesamt zufrieden. Sie muss damit nicht mehr mit Billigholz aus unklaren Quellen konkurrieren. Für Unternehmen, die ihren Rohstoff aus deutschen Wäldern beziehen, ändere sich laut dem DSH nur wenig, da illegaler Holzeinschlag hierzulande nahezu ausgeschlossen werden kann. Vor allem aber Firmen, die Holz importieren, müssen künftig strengere Sorgfaltspflichten einhalten und damit die Legalität der importierten Ware anhand von belastbaren Dokumenten sicherstellen. Kontrolliert werden sie dabei von den Zollbehörden und der Bundesanstalt für Ernährung und Landwirtschaft.