Sitzung

EU: Erdgasversorgung im Winter sicher

Auf Einladung von EU-Energiekommissar Andris Piebalgs trat kürzlich die Koordinierungsgruppe "Erdgas" in Brüssel zusammen. Angesichts der Probleme bei der Gasversorgung im vergangenen Jahr will sie sicherstellen, dass die EU die Erdgasnachfrage in diesem Winter decken kann.

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Brüssel (red) - In Zeiten einer zunehmenden Abhängigkeit von externen Quellen komme der Koordinierungsgruppe "Erdgas" eine wichtige Rolle zu, sagte EU-Energiekommissar Andris Piebalgs kürzlich in Brüssel.

Wenngleich die Gruppe zu dem Schluss gelangte, es bestehe kein unmittelbarer Grund zur Sorge, kam sie darin überein, dass weitere Wachsamkeit geboten sei. Die Vertragsbeziehungen zwischen den Lieferanten, die Europa mit Erdgas versorgen, müssten zudem transparenter werden, um das Vertrauen gegenüber Russland und der Ukraine als verlässliche Partner für die EU-Gasversorgung und für den Transit zu stärken.

Angesichts der Bedeutung der Durchleitung russischen Erdgases durch die Ukraine nahmen auch Vertreter der Ukraine und Russlands sowie Vertreter anderer internationaler Einrichtungen und internationale Experten an dem Treffen teil.

In Großbritannien dürfte sich die Lage in diesem Winter gegenüber dem vergangenen Jahr verbessern, so ein EU-Sprecher. Dies sei vor allem auf die Inbetriebnahme von zwei neuen Rohrleitungen aus den Niederlanden und Norwegen und der weiteren Kapazitätssteigerung der Verbindungsleitung zwischen Großbritannien und Belgien zurückzuführen.

Die Koordinierungsgruppe "Erdgas" setzt sich aus Vertretern der EU-Mitgliedstaaten, der Interessenverbände der Gasindustrie und der betreffenden Verbraucherverbände zusammen. Den Vorsitz führt die Kommission.

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