Was kommt nach Kyoto?

EU befragt Bürger zu neuem Klimaabkommen

Die EU-Kommission hat eine öffentliche Anhörung gestartet, bei der die Meinungen zu einem weltweiten Klimaschutzübereinkommen ab 2012 - also einem Nachfolger des Kyoto-Abkommens - diskutiert werden. Dazu sind Beiträge aller Interessierten - Industrie, Geschwerkschaften oder auch einzelnen Bürgern - willkommen.

Netzausbau Ökostrom© Gina Sanders / Fotolia.com

Brüssel (red) - Interessengruppen und die breite Öffentlichkeit seien aufgefordert, ihre Meinung zu einer Reihe von entscheidenden Fragen zu äußern. Dazu gehören die Zielen zur CO2-Emissionsreduktion in Industrieländern und Maßnahmen für die Emissionsverringerung in Entwicklungsländern, sowie die Anpassung an den Klimawandel mithilfe von Technik und Finanzmitteln. Die Ergebnisse werden in die Festlegung der Position der EU zu einem Übereinkommen für die Zeit nach 2012 einfließen, so die EU-Kommission.

2012 läuft das Kyoto-Protokoll aus. Letztes Jahr wurde auf Bali vereinbart, bis Ende 2009 ein neues Klimaschutzübereinkommen zu schließen. Dieses müsse "die Nationen der Welt zusammenbringen, um dieser globalen Herausforderung wirksam zu begegnen", betont EU-Umweltkommissar Stavros Dimas. "Es ist wichtig, dass die unterschiedlichen Interessengruppen unseren Beitrag zu dieser Diskussion mit ihrem Wissen und ihrer Fachkenntnis mitgestalten."

Die EU-Kommission begrüßt Beiträge aus allen interessierten Kreisen, also von einzelnen Bürgern ebenso wie aus Industrie, Gewerkschaften und Verbrauchergruppen, Interessenvertretungen oder den NGO und anderen Organisationen. Die Anhörung läuft bis 29. September 2008. Alle Interessenten können an der Anhörung teilnehmen, wenn sie den Online-Fragebogen ausfüllen.

Weiterführende Links
  • Online-Fragebogen