Statistik

Erzeugungsbilanz 2005: Kernenergie vor Braunkohle

Die deutschen Stromversorger haben heute in Berlin erste Daten aus ihrer Erzeugungsbilanz 2005 vorgelegt. Man nutze einen "vielfältigen Energiemix, um Preis- und Versorgungsrisiken möglichst gering zu halten", kommentierte Eberhard Meller, Hauptgeschäftsführer des Verbandes der Elektrizitätswirtschaft (VDEW).

Stromzähler© Gina Sanders / Fotolia.com

Berlin (red) - Die Stromproduktion im Bereich der allgemeinen Versorgung blieb 2005 mit fast 536 (2004: 534) Milliarden Kilowattstunden stabil, berichtete der Branchenverband nach ersten Erhebungen. Die Einspeisungen von Ökostrom seien dabei mitgerechnet. Die Kernenergie hatte 2005 mit 155 (2004: 158) Milliarden Kilowattstunden einen Anteil von 29 Prozent am Energiemix der Stromversorger, ermittelte der VDEW.

Braunkohle habe mit 140 (2004: 143) Milliarden Kilowattstunden etwa 26 Prozent der Erzeugung geliefert. Die Stromproduktion aus Steinkohle sank um gut fünf Prozent auf 111 (2004: 117) Milliarden Kilowattstunden. Das entsprach einem Anteil von 21 Prozent. Auf Erdgas seien zehn Prozent der Erzeugung entfallen. Den Zuwachs auf 52 (2004: 45) Milliarden Kilowattstunden bewirkte laut VDEW der wachsende Bedarf an Steuer- und Regelenergie.

Der Beitrag erneuerbarer Energien wuchs laut VDEW auf 59 (2004: 55) Milliarden Kilowattstunden oder elf Prozent der Stromproduktion. Dabei sei die Windenergie auf einen Anteil von fünf Prozent gekommen und die Wasserkraft auf vier Prozent. Den restlichen Ökostrom hätten Biomasse und Photovoltaik geliefert. Weitere etwa drei Prozent der Netto-Stromproduktion erzeugten die Stromunternehmen aus Heizöl, mit Pumpspeicherkraftwerken und sonstigen Energieträgern, berichtete der VDEW.