Statistik

Erzeugerpreise im Mai weiter gestiegen

Durch den starken Anstieht der Energiepreise ist auch der Index der Erzeugerpreise gewerblicher Produkte im Mai weiter gestiegen. Überdurchschnittliche Preiserhöhungen gab es aber auch bei Drahtwaren, Kupferhalbzeug und elektrischem Strom, berichtet das Statistische Bundesamt.

Strompreise© Gina Sanders / Fotolia.com

Wiesbaden (red) - Der Index der Erzeugerpreise gewerblicher Produkte lag im Mai 2004 um 1,6 Prozent höher als im Mai 2003. Wie das Statistische Bundesamt weiter mitteilt, hatte die Jahresveränderungsrate im April noch bei plus 0,9 Prozent und im März 2004 bei plus 0,3 Prozent gelegen. Im Vergleich zum Vormonat ist der Index im Mai 2004 um 0,5 Prozent gestiegen.

Der Anstieg der Erzeugerpreise gegenüber dem Vorjahr ist laut Statistik wesentlich von der Entwicklung der Energiepreise beeinflusst, die sich gegenüber Mai 2003 um durchschnittlich 3,9 Prozent erhöht haben. Einen besonders starken Preisschub gab es bei den Mineralölerzeugnissen (plus 12,9 Prozent gegenüber Mai 2003). Darin spiegeln sich die stark gestiegenen Weltmarktpreise für Erdöl wider. Im Einzelnen gab es folgende Preisveränderungen im Jahresvergleich: Kraftstoffe plus 11,6 Prozent (darunter Benzin plus 11,7 Prozent, Diesel plus 11,6 Prozent), leichtes Heizöl plus 23,0 Prozent, schweres Heizöl plus 12,9 Prozent und Flüssiggas plus 21,5 Prozent.

Ohne Energie hätte der Erzeugerpreisindex um 1,0 Prozent über dem Vorjahresniveau gelegen. Vorleistungsgüter verteuerten sich binnen Jahresfrist um durchschnittlich 2,0 Prozent, Investitionsgüter um 0,2 Prozent und Konsumgüter um 0,9 Prozent.

Weitere überdurchschnittliche Preiserhöhungen im Jahresvergleich gab es im Mai 2004 bei folgenden Gütern: Drahtwaren (plus 42,9 Prozent), Kupfer und Kupferhalbzeug (plus 29,5 Prozent) und elektrischer Strom (plus 5,5 Prozent).