Statistik

Erzeugerpreise im Juli weiter gestiegen

Die deutschen Erzeugerpreise sind im Juli vor allem durch die steigenden Energiekosten weiter in die Höhe getrieben worden. Wie das Statistische Bundesamt am Freitag in Wiesbaden mitteilte, lagen sie 6,0 Prozent höher als im Juli vergangenen Jahres und 0,5 Prozent über denen des Vormonats Juni.

Netzausbau Ökostrom© Gina Sanders / Fotolia.com

Wiesbaden (ddp/sm) - Ökonomen hatten einen etwas geringeren Anstieg von 5,9 Prozent auf Jahressicht und 0,3 Prozent auf Monatssicht erwartet.

Wie schon in den vergangenen Monaten haben den Statistikern zufolge in erster Linie außer den steigenden Energiekosten auch Preissteigerungen bei Metallen für die hohe Jahresteuerungsrate gesorgt. Die Energiepreise lagen im Juli den Angaben nach um 15,6 Prozent über dem Stand vom Juli 2005 und um 1,0 Prozent über dem des Vormonats. Bedingt durch die zu Monatsbeginn stark gestiegenen Rohölpreise kosteten vor allem Mineralölerzeugnisse 11,3 Prozent mehr als vor einen Jahr und um 3,1 Prozent mehr als im Juni.

Die Strompreise zogen gegenüber Juni um 1,0 Prozent an und lagen damit 11,3 Prozent höher als vor Jahresfrist, wie die Behörde weiter mitteilte. Auch die Preise für Erdgas legten den Angaben nach merklich zu: Sie erhöhten sich auf Jahressicht um 25,1 Prozent. Ohne Berücksichtigung von Energie seien die Erzeugerpreise gegenüber dem Vormonat um 0,5 Prozent und gegenüber dem Vorjahr um 3,0 Prozent gestiegen.