Statistik

Erzeugerpreise durch Energiepreise nur gering an

Die Jahresteuerungsrate deutscher Erzeugerpreise im Juli weiter wurde durch die Entwicklung der Energiepreise gedämpft. So verteuerte sich elektrischer Strom zwar durchschnittlich um 1 Prozent, wurde aber für gewerbliche Sondervertragskunden im Vorjahresvergleich um 1,5 Prozent günstiger.

Stromzähler© Gina Sanders / Fotolia.com

Wiesbaden (ddp/sm) - Wie das Statistische Bundesamt mitteilte, fiel die Jahresteuerung auf Erzeugerebene im Berichtsmonat auf 1,1 Prozent nach 1,7 Prozent im Juni und 1,9 Prozent im Mai. Gegenüber dem Vormonat ergab sich im Juli ein Preisrückgang um 0,1 Prozent.

Die Entwicklung der Energiepreise dämpfte den Anstieg der Erzeugerpreise. So stiegen die Erzeugerpreise im Juli gegenüber dem Vorjahr ohne Berücksichtigung von Energie um 2,4 Prozent. Die Energiepreise insgesamt lagen im Juli um 2,8 Prozent unter dem Vorjahresniveau und sanken gegenüber dem Vormonat um 0,5 Prozent. Die Preise für Mineralölerzeugnisse lagen im Jahresvergleich um 2,6 Prozent niedriger, verzeichneten gegenüber dem Vormonat jedoch einen Anstieg um 1,3 Prozent. Den stärksten Preisrückgang gegenüber dem Vorjahresmonat wies dabei mit minus 9,1 Prozent leichtes Heizöl aus, das im Vergleich zum Vormonat jedoch um 2,9 Prozent teurer war.

Elektrischer Strom verteuerte sich im Juli 2007 gegenüber Juli 2006 um 1,0 Prozent, jedoch sanken die Preise gegenüber dem Vormonat um durchschnittlich 0,4 Prozent. Während gewerbliche Sondervertragskunden Strom um 1,5 Prozent günstiger als im Juli 2006 beziehen konnten, verteuerte er sich für private Haushalte um 3,9 Prozent. Die Mehrwertsteuer und damit die Mehrwertsteuererhöhung zu Beginn des Jahres würden auf der Erzeugerstufe nicht berücksichtigt, merkten die Statistiker an. Die Erdgaspreise sanken im Juli 2007 gegenüber Juni 2007 weiter (minus 3,0 Prozent), im Vergleich zum Vorjahr war Erdgas sogar um 8,1 Prozent billiger.