Ölfeld Mittelplate

Erweiterung der Öl-Aufbereitungsanlage Dieksand fertig

Für etwa 42 Millionen Euro hat das Konsortium um das Ölfeld Mittelplate die Aufbereitungsanlagen und die Landstation Dieksand erweitert. Das war nötig geworden, da die Kapazität der Bohr- und Förderinsel von 1,2 auf 2,5 Millionen Jahrestonnen verdoppelt werden soll.

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Friedrichskoog (ddp-nrd/sm) - Die Erweiterung der Landstation Dieksand von Deutschlands größtem Ölfeld Mittelplate ist fertiggestellt. Der Ausbau der Aufbereitungsanlagen war notwendig, um nach der Pipelineanbindung der Bohr- und Förderinsel die Kapazität von vorher 1,2 auf nun 2,5 Millionen Jahrestonnen mehr als zu verdoppeln, wie die RWE DEA als Betreiber in Friedrichskoog mitteilte. Zuvor war die Kapazität der Anlagen ausschließlich auf die Fördermengen ausgelegt, die aus den von Land aus weit abgelenkten Bohrungen stammen.

Die Investitionen betrugen insgesamt 42 Millionen Euro. In den Anlagen der Landstation wird das Öl vom mitgeförderten Erdölgas und Lagerstättenwasser getrennt. Öl, Gas und anfallendes Kondensat werden über separate Rohrleitungen nach Brunsbüttel transportiert. Das Lagerstättenwasser wird zur Druckerhaltung der Lagerstätte wieder in den Untergrund eingepresst.

Die Jahresproduktion beträgt mehr als zwei Millionen Tonnen Öl. Damit trägt Mittelplate nach Betreiberangaben fast 60 Prozent zur gesamten einheimischen Ölförderung bei. Im Herbst 1987 war die Produktion mit einer jährlichen Förderung von knapp 200 000 Tonnen aufgenommen worden. Insgesamt hat das Mittelplate-Konsortium seither bis Ende 2005 über 16 Millionen Tonnen Öl gefördert.