Bilanz

Ertrag von enviaM 2005 leicht über Vorjahresüberschuss

Mit einem Jahresüberschuss von 99,3 Millionen Euro sei das Ergebnis von 2004 (99,2 Millionen Euro) behauptet worden, sagte enviaM-Vorstandsvorsitzender Karl-Heinz Klawunn heute auf der Bilanzpressekonferenz in Chemnitz. Daher soll erneut eine Dividende von 40 Cent je Aktie ausgeschüttet werden.

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Chemnitz (red) - Die envia Mitteldeutsche Energie AG (enviaM) hat heute in Chemnitz eine positive Bilanz des Geschäftsjahres 2005 gezogen. "Unter schwierigen gesamtwirtschaftlichen und wettbewerblichen Rahmenbedingungen ist es uns gelungen, unser Ergebnis gegenüber dem Vorjahr zu behaupten", kommentierte Vorstandschef Prof. Karl-Heinz Klawunn.

So erzielte der ostdeutsche Versorger einen Jahresüberschuss von 99,3 Millionen Euro (Geschäftsjahr 2004: 99,2 Millionen Euro). Vorstand und Aufsichtsrat werden daher der Hauptversammlung vorschlagen, erneut eine Dividende je Aktie in Höhe von 40 Cent auszuschütten.

Die Umsatzerlöse betrugen inklusive Stromsteuer 2.504,6 Millionen Euro (2004: 2.200,0 Millionen Euro). Die nutzbare Stromabgabe an die Kunden ging leicht auf 20.265,1 Gigawattstunden zurück, was laut Konzern auf den sich weiter verschärfenden Wettbewerb bei Geschäftskunden und die geänderte Abrechnung der Stromabgabe bei erneuerbaren Energien zurückzuführen sei. 16,7 Prozent der Stromabgabe stammten aus erneuerbaren Energien, höchsten Anteil daran hat die Windkraft.

Im vergangenen Geschäftsjahr hätten im Akquisitionsbereich überwiegend Beteiligungen an Stadtwerken im Vordergrund gestanden, hieß es weiter. So habe man sich mit 24,5 Prozent an der Städtische Werke Borna GmbH, mit 49,0 Prozent an der Gasversorgung Merseburg GmbH, mit 24,5 Prozent an der Erdgasversorgung Oranienburg GmbH und mit 25,1 Prozent an der Stadtwerke Schwarzenberg GmbH beteiligt.

Im laufenden Geschäftsjahr will enviaM 164 Millionen Euro in die Erneuerung von Anlagen und Netzen investieren. Gleichzeitig bleibt die Steigerung der Effizienz weiterhin im Fokus aller betrieblichen Tätigkeiten, eine Schlüsselrolle soll die Verschlankung von Strukturen und Prozessen spielen. Und auch am Kundenservice soll es weitere Verbesserungen geben: Mit einem Franchisesystems im Vertrieb soll ein flächendeckendes Filialnetz im gesamten Netzgebiet aufgebaut werden "Wir glauben, dass Kundennähe perspektivisch immer wichtiger wird und wieder neu belebt werden muss", begründete Klawunn die Initiative.

Zusätzlichen zu den aktuellen Geschäftszahlen gab das Unternehmen auch eine Neuordnung der Vorstandsressorts bekannt. Die Geschäftsbereiche Finanzen, Controlling, Rechnungswesen, Steuern, Einkauf und Logistik werden ab 1. Juli 2006 in einem eigenständigen Vorstandsressort zusammengeführt, das Vorstandsressort Netz laut europäischen Unbundlingvorschriften aufgelöst. Der zuständige Vorstand Dr. Friedrich Josef Glatzel scheidet nach dem Erreichen der Altersgrenze Ende Juni aus dem Unternehmen aus.

Als neuer Finanzvorstand wurde durch den enviaM-Aufsichtsrat Carl-Ernst Giesting bestellt. Der 46-Jährige ist derzeit Vorstandsvorsitzender einer slowakischen RWE-Energy Regionalgesellschaft und war von 1990 bis 1998 als Leiter Rechnungswesen, Finanzen und Steuern bei der Westsächsischen Energie AG (WESAG) tätig, einem der Vorgängerunternehmen der heutigen enviaM.