Erstes Solar-Funkhaus in Deutschland auf Sendung

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Das SWR Studio in Freiburg wurde gestern als erstes "Solar-Funkhaus" in Deutschland eingeweiht. Auf dem Dach des modernen Funkhauses wurde innerhalb kürzester Zeit von der S.A.G. Solarstrom AG ein Solarkraftwerk installiert. Die Modulfläche von etwa 240 Quadratmetern liefert etwa 22 000 Kilowattstunden Solarstrom jährlich, ausreichend um sieben Einfamilienhäuser mit Strom zu versorgen. Die Leistung beträgt 24 kWp. "Die Freude über das Solarkraftwerk ist groß. Jetzt wünschen wir uns nur noch, dass andere Funkhäuser mitziehen", so Roland Schrag, Studioleiter des SWR Freiburg.


Für Dr. Harald Schützeichel, Vorstand der S.A.G. Solarstrom AG ist das Solarkraftwerk auch ein Zeichen wachsenden Bereitschaft öffentlicher Einrichtungen, Position in der Energiefrage zu beziehen. "Nach dem Dach des Statistischen Landesamtes in Stuttgart ist jetzt ein zweites staatliches Dach Standort für Solarstromerzeugung im großen Maßstab. Diese positive Einstellung und Offenheit war nicht immer so und ist dem besonderen Engagement aller Beteiligten zu verdanken", so Schützeichel. "Ein Solarkraftwerk auf einer öffentlich-rechtlichen Rundfunkanstalt ist eine Pionierleistung, die nur dann erfolgreich ist, wenn alle an einem Strang ziehen, von der Rechts- bis zum Technikabteilung", verweisen Schrag und Schützeichel auf die Unterstützung aus Stuttgart. Das Vorhaben war im vergangenen Jahr ins Stocken geraten, weil für alle Beteiligten neue juristische Fragen zu lösen waren. "Wer Wege erstmals beschreitet, muss Fragen lösen, die bisher nicht gestellt werden mussten", verweist Schützeichel auf das Tagesgeschäft in der Solarbranche.


Das Thema Solarenergie ist seit Jahren Programmbestandteil des SWR. Unzählige Sendungen zu Energie- und Verbraucherfragen wurden produziert. "Jetzt folgen den gesendeten Informationen, sauber erzeugte Kilowattstunden Solarstrom vom Dach des SWR", freut sich Schrag. In den kommenden Wochen wird das Solarkraftwerk zum Anlass eine Reihe von Informationsbeiträgen über regenerative Energien genommen. Gebaut und finanziert wurde das Solarkraftwerk von der S.A.G. Solarstrom AG, die das Solarkraftwerk auch betreibt. Der erzeugte Solarstrom wird nach den Richtlinien des EEG ins öffentliche Netz gespeist und mit 99 Pfennig pro Kilowattstunde über einen Zeitraum von 20 Jahren vergütet.