"Borkum West"

Erstes Offshore-Windenergie-Testfeld soll 2008 in Betrieb gehen

Vor der niedersächsischen Nordseeküste soll bis spätestens 2008 Deutschlands erstes Offshore-Windenergie-Testfeld errichtet werden. Das Projekt sei Grundlage für die künftige kommerzielle Windenergienutzung auf See, sagte Bundesumweltminister Sigmar Gabriel (SPD) bei der Projektvorstellung in Berlin.

Strompreise© Gina Sanders / Fotolia.com

Berlin (ddp/sm) - Zuvor hatten sich mit der Stiftung Offshore-Windenergie, den Energieversorgern EWE, E.ON und Vattenfall sowie den Windenergieanlagenherstellern REpower und Multibrid alle beteiligten Akteure des Projekts auf ein gemeinsames Vorgehen beim Bau des Testfeldes verständigt.

Demnach werden von einer gemeinsamen Gesellschaft spätestens bis zum übernächsten Jahr insgesamt zwölf Windenergieanlagen der Fünf-Megawatt-Klasse rund 45 Kilometer vor der ostfriesischen Insel Borkum errichtet und betrieben. Das Investitionsvolumen beläuft sich den Angaben zufolge auf geschätzte 175 Millionen Euro. Das Bundesumweltministerium wird für Forschung und Entwicklung 50 Millionen Euro über fünf Jahre bereitstellen.

Ferner verständigten sich die Offshore-Stiftung und die Planer der weiteren sieben vor der ostfriesischen Küste konzipierten Offshore-Windparks darauf, die Kabelanbindungen in einer Kabeltrasse über die Insel Norderney zu bündeln. Damit sollen die Auswirkungen auf den Nationalpark Niedersächsisches Wattenmeer weitgehend reduziert werden.

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