Grundsteinlegung

Erstes Geothermie-Kraftwerk in Baden-Württemberg entsteht

In Bruchsal entsteht als gemeinsames Pilotprojekt der EnBW und der Energie- und Wasserversorgung Bruchsal (ewb) das erste Geothermie-Kraftwerk Baden-Württembergs. Im Beisein von Landesumweltministerin Tanja Gönner (CDU) wurde gestern der Grundstein für die Anlage gelegt.

Stromzähler© Gina Sanders / Fotolia.com

Bruchsal (ddp.djn/sm) - Das Kraftwerk soll bereits im Herbst 2008 aus Erdwärme Strom erzeugen und damit rund 1000 Haushalte versorgen. Die Gesamtinvestitionen seit den ersten Bohrungen vor mehr als 20 Jahren betragen rund 17 Millionen Euro. Das Pilotprojekt solle demonstrieren, dass die Erschließung der in Baden-Württemberg vorhandenen Erdwärmepotenziale technisch möglich sei, teilten die EnBW und ewb mit. Die EnBW AG bezifferte ihren Investitionsanteil auf 6,5 Millionen Euro.

Bislang wird in Deutschland die Geothermie nur vereinzelt zur Stromerzeugung genutzt. Das erste Kraftwerk dieser Art wurde 2004 in Neustadt-Glewe in Ostdeutschland in Betrieb genommen. Im pfälzischen Landau sollen künftig 6000 Haushalte mit Strom aus Erdwärme versorgt werden. Ein weiteres Projekt gibt es in Unterhaching bei München.

Das Bruchsaler Geothermieprojekt wurde bereits 1983 von EU, Bund, Land und Stadt ins Leben gerufen. Nach ersten Bohrungen ruhten die Arbeiten aber Jahre lang. Erst infolge der Förderung von Geothermie durch das Erneuerbare-Energien-Gesetz wurde das Projekt wieder aufgenommen.