Alternativ

Erstes Elektrotaxi fährt auf Münchens Straßen

Leise wie der Wind düst ein kleiner Mitsubishi durch Münchens Straßen. Wer will, kann einsteigen und mitfahren, denn es handelt sich hier um das erste Elektrotaxi in der Stadt. Noch gibt es viele Kleinigkeiten, die nicht ganz rundlaufen. Doch die sollen schon bald behoben werden.

Netzausbau Ökostrom© Gina Sanders / Fotolia.com

München (dapd/red) - Auf Münchens Straßen ist seit neuestem das nach Betreiberangaben bundesweit erste Elektrotaxi unterwegs. Mit einer Batterieladung komme der Mitsubishi-Kleinwagen iMiEV mindestens 100 Kilometer weit, sagte Christian Hess, einer der beiden Geschäftsführer der IsarFunk-Taxizentrale, bei der Vorstellung des Fahrzeugs. Aufgeladen werde es innerhalb von sechs Stunden mit Strom aus Wasserkraft an einer herkömmlichen Steckdose.

Pilotprojekt läuft ein Jahr lang

Das umweltfreundliche Elektroauto soll über ein Jahr lang gemeinsam mit dem ADAC auf Kriterien wie Wirtschaftlichkeit getestet werden. Das sei völliges Neuland, sagte der stellvertretende Vorsitzende des ADAC Südbayern, Ulli Nowak. "Wir wissen zum Beispiel auch nichts über die Lebensdauer des Fahrzeugs", sagte der zweite Geschäftsführer des Taxiunternehmens, Hubert Schmidt. Tiefer in die Tasche greifen müssten Fahrgäste nicht, wenn sie mit dem Taxi fahren wollen, versicherte Schmidt. Zwar sei der Einsatz des Wagens ein Minusgeschäft, weil das Fahrzeug nur in einer halben Schicht eingesetzt werde, bestätigte ein Sprecher des Unternehmens. Doch habe das Projekt eine Signalwirkung nach außen.

Kunden zahlen nicht drauf

Das rund 35.000 Euro teure Elektroauto werde an Taxiunternehmen verliehen, die der Zentrale angeschlossen sind. Damit sollen möglichst viele Taxifahrer Erfahrungen sammeln, sagte Schmidt. Natürlich können Touristen wie Einheimische, die mit dem Taxi fahren, aktiv zum Umweltschutz beitragen. Außerdem sorgt man dafür, dass sich das Projekt rentiert und in der Folge dann vielleicht noch mehr Elektrotaxis auf den Straßen der Bayern-Metropole eingesetzt werden.