Strom-News
PläneEin Jahr nach Bekanntgabe des Wüstenstromprojekts Desertec ist der Initiator Münchener Rück zuversichtlich. Schneller als gedacht gingen in den nächsten Jahren erste Solarkraftwerke in Marokko ans Netz, sagte Projektleiter Ernst Rauch der "Süddeutschen Zeitung" (Donnerstagsausgabe).
München (ddp/red) - Die ersten Projekte sollen 2013 starten, 2015 der erste Strom fließen. "Die Verhandlungen mit den Ländern im Norden Afrikas laufen schneller als geplant", sagte Rauch. Das erste Kraftwerk werde in Marokko entstehen.
Bis 2050 sollen nach den Vorstellungen der Wüstenstrom Initiative in Nordafrika und dem Nahen Osten riesige Solarkraftwerke und Windparks entstehen, um einen großen Teil des lokalen und 15 Prozent des europäischen Stromverbrauchs zu decken. Die Initiative wird derzeit von 17 Gesellschaftern getragen - unter anderem von Munich RE, E.ON und RWE.
An das Wüstenstrom-Projekt werden große Hoffnungen geknüpft.
(Foto / Abb.: Desertec)
Die Zeit für einen radikalen Umbau der Energiewirtschaft drängt, glaubt Geophysiker Rauch. Denn der Klimawandel entfalte längst seine zerstörerische Kraft. "Die Schäden durch Naturkatastrophen nehmen seit Jahrzehnten drastisch zu", habe der Rückversicherer festgestellt. "Unsere große Sorge ist, dass die Risiken durch den Klimawandel größer werden." Der Klimaexperte warnt: "Die Erde erwärmt sich. Global gesehen zählten die ersten sechs Monate 2010 zu den wärmsten seit Beginn der Datenaufzeichnung 1850."
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Nach dem Vorbild des Wüstenstrom-Projektes Desertec will Frankreich offenbar ein eigenes Solarstrom-Projekt an den Start bringen. Mit einem Stromnetz unter dem Meer soll Ökostrom aus Solarenergie aus Nordafrika nach Europa transportiert werden. Siemens hat bereits angekündigt, sich an dem Solarenergie-Projekt zu beteiligen.
Sowohl in Nordrhein-Westfalen als auch in Sachsen-Anhalt wurden Anlaufstellen eingerichtet, die Fragen sowohl von einzelnen Bürgern als auch von ganzen Kommunen zum Thema Klimawandel beantworten sollen. Dabei geht es nicht nur um den Klimaschutz selbst, sondern auch um die Folgen der Erderwärmung.
Der Klimawandel macht den Deutschen offenbar nicht mehr so viel Angst wie noch in den vergangenen Jahren. Das ergab eine repräsentative Infratest-Umfrage im Auftrag des Hamburger Nachrichtenmagazins "Der Spiegel". Als einer der Hintergründe wird die kürzlich bekannt gewordene falsche Berechnung des Weltklimarates vermutet.
Das Wüstenstrom-Projekt Desertec nimmt offenbar Gestalt an. Erste Kraftwerke in Nordafrika seien geplant, zunächst wohl in Marokko und Tunesien. Zudem soll der Gesellschafterkreis um bis zu fünf Konzerne erweitert werden, auch aus den genannten Ländern.
Der frühere Bundesumweltminister Klaus Töpfer soll einem Zeitungsbericht zufolge oberster Botschafter der Wüstenstrom-Initiative Desertec werden. Töpfer sei auch interessiert, zögere aber noch aus privaten Gründen. Der oberste Desertec-Repräsentant soll in Europa und Afrika für politische Unterstützung werben. Strompreise vergleichen
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